Deutsche Firmen wollen mehr Jobs streichen

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Trotz der zuletzt verbesserten Stimmung wollen die Unternehmen in Deutschland wieder vermehrt Stellen abbauen. Das entsprechende Beschäftigungsbarometer sank im Juni auf 92,3 Punkte, von 93,9 Punkten im Mai, wie das Münchner Ifo-Institut am Freitag zu der Umfrage unter Tausenden Managern mitteilte. "Der Arbeitsmarkt bleibt schwach", sagte Ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe. "Von einer nachhaltigen Belebung der Beschäftigung ist Deutschland derzeit noch weit entfernt."

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Dabei hat sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft im Juni nach den Friedenssignalen im Iran-Krieg den zweiten Monat in Folge aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex - der als wichtigster Frühindikator für die Konjunkturentwicklung gilt - stieg auf 85,6 Punkte, von 85,0 Zählern im Mai. "Die deutsche Wirtschaft hofft auf eine Entspannung der weltpolitischen Situation", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

In der Industrie bleibt der Arbeitsmarkt nach wie vor angespannt. Zwar stieg das Beschäftigungsbarometer leicht, dennoch überwiegen die Pläne zum Stellenabbau. Im Groß- und Einzelhandel nimmt der Personalabbau wieder stärker zu, betonte das Ifo-Institut. Bei den Dienstleistern gab das Barometer deutlich nach, wobei die Lage bei den Leiharbeitsfirmen sowie im Tourismus besonders schwierig bleibe. Im Baugewerbe sind hingegen kaum Veränderungen geplant: Hier wollen die Unternehmen ihren Personalbestand weitgehend konstant halten.

Das Ifo-Institut traut Europas größter Volkswirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 Prozent zu. Für das kommende Jahr erwarten die Konjunkturforscher ebenfalls ein Plus von 0,8 Prozent. Demnach dürfte der massive Energiepreisschock infolge des Nahost-Konfliktes die Konjunktur bremsen, während staatliche Investitionen in Infrastruktur und Aufrüstung das Wachstum stützen dürften.

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