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Delivery Hero zweifelt an Zukunft von spanischer Tochter

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Glovo drohen Nachzahlungen und Strafen von bis zu 923 Mio. Euro
 © APA/APA/AFP/THOMAS COEX
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Der Essenslieferdienst Delivery Hero stellt wegen drohender Nachzahlungen und Strafen die Zukunft seiner spanischen Tochter Glovo infrage. Glovo sei zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträgen und Strafen ausgesetzt, teilte das Unternehmen am Donnerstag in seinem Geschäftsbericht mit. Die Rückstellungen für Risiken aus der Einstufung der Fahrer beliefen sich auf 562 Mio. bis 923 Mio. Euro, hauptsächlich in Spanien.

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"Sollten diese Risiken in vollem Umfang eintreten, könnten die Zahlungen nicht aus dem operativen Geschäft ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung durch Delivery Hero geleistet werden", hieß es weiter. Daher bestehe eine "erhebliche Unsicherheit" über den Fortbestand von Glovo Spanien als stabiles Unternehmen.

Hintergrund ist ein 2021 in Spanien eingeführtes Gesetz zu den Rechten von Beschäftigten in der sogenannten Gig-Economy, in der Unternehmen oft auf freiberufliche Mitarbeiter statt auf Festangestellte setzen. Es verpflichtet Essenslieferplattformen, ihre Fahrer fest anzustellen. Glovo wurde in den Jahren 2022 und 2023 wegen Nichteinhaltung mit Geldstrafen belegt, hat nach eigenen Angaben jedoch Berufung eingelegt und einige Fälle gewonnen. Delivery Hero selbst hatte seine freiberuflichen Fahrer in Spanien im vergangenen Jahr fest angestellt. Dies belastete das Ergebnis mit 100 Mio. Euro und führte zu einem Kurssturz der Aktie.

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