Deeskalation im Nahen Osten hebt Stimmung der dt. Exporteure

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Vorbehalte bleiben trotz verbesserter Exporterwartungen
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Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich im Juni angesichts der Deeskalation im Nahen Osten etwas aufgehellt. Das Barometer für die Exporterwartungen stieg auf minus 3,7 Punkte, von minus 5,7 Zählern im Mai, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. "Die Exporteure sind noch skeptisch, ob die geopolitische Unsicherheit nachhaltig abnimmt", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Zudem ist die internationale Konkurrenz weiterhin stark."

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Die Elektroindustrie ist optimistisch und rechnet mit einem deutlichen Anstieg ihrer Ausfuhren. Auch die Getränkehersteller blicken zuversichtlicher auf das Auslandsgeschäft, während die Nahrungsmittelbranche mit rückläufigen Auslandsumsätzen plant. In der Pharmaindustrie sowie bei den Herstellern von Glas und Keramik werden ebenfalls steigende Exporte erwartet, wenn auch in moderatem Umfang.

In der Chemischen Industrie konnte der Einbruch aus dem Vormonat weitgehend ausgeglichen werden: Derzeit wird nur noch mit einem leichten Exportrückgang gerechnet. "Schwieriger bleibt die Lage dagegen in der Automobilindustrie und der Metallbranche, die weiterhin von sinkenden Exporten ausgehen", betonte das Ifo-Institut.

Der am 28. Februar durch Angriffe der USA und von Israel begonnene Iran-Krieg hat die für den Öltransport wichtige Straße von Hormuz wochenlang unpassierbar gemacht. Das hat die Ölpreise in die Höhe getrieben. Inzwischen gibt es ein Rahmenabkommen zu Beendigung des Konflikts. Dennoch stecken noch immer Hunderte Schiffe in der Meerenge fest. Belastet werden die deutschen Exporteure zudem vom Zollkonflikt mit den USA und von der wachsenden Konkurrenz durch China, das mittlerweile viele der früher aus Deutschland bezogenen Produkte selbst herstellt - etwa Autos.

LUDWIGSHAFEN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV

TO GO WITH AFP STORY BY SAM REEVES

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