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"Ein Lebenszeichen – aber noch kein Comeback", kommentierte Ökonom Michael Herzum vom Fondsanbieter Union Investment die Entwicklung. "Die Stabilisierung ist noch kein Aufschwung." Der strukturelle Wettbewerbsverlust in den vergangenen Jahren habe die Produktion auf das Niveau von 2010 zurückgeworfen. Das zeige, wie tief die industrielle Aushöhlung reiche. "Die deutsche Industrie hat den Abwärtstrend gestoppt, aber der Weg aus der Krise führt nicht im Sprint nach oben, sondern im Schneckentempo", betonte Herzum.
Zuwächse in der Automobilindustrie
Die Industrie allein erhöhte ihre Produktion im Mai um 0,8 Prozent zum Vormonat. Die positive Entwicklung ist maßgeblich auf die Zuwächse in der Automobilindustrie zurückzuführen (+3,6 Prozent). In den energieintensiven Industriezweigen - die unter gestiegenen Energiepreisen infolge des Iran-Kriegs leiden - legte die Erzeugung um 0,2 Prozent zu.
Auch der Anstieg im Baugewerbe von 0,9 Prozent beeinflusste das Gesamtergebnis positiv. Die Energieerzeugung legte mit 0,8 Prozent ähnlich stark zu. Im weniger schwankenden Dreimonatsvergleich lag die Produktion von März bis Mai minimal um 0,1 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor.
LUDWIGSHAFEN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Uwe Anspach