D: Firmenpleiten auf höchstem Stand seit über 20 Jahren

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Fast 5.000 Insolvenzen von April bis Juni
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Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist im zweiten Quartal weiter gestiegen. Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mitteilte, wurden von April bis Ende Juni 4.996 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften verzeichnet. Dies sei noch einmal ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum ersten Quartal.

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"Die aktuellen Zahlen zeigen, dass das Insolvenzgeschehen weiterhin auf einem außergewöhnlich hohen Niveau liegt", sagt Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung. "Die Lage ist schwierig: Die Insolvenzen treffen die Wirtschaft in der Breite." Viele Branchen und Regionen seien gleichzeitig betroffen. Auch für das dritte Quartal sei mit höheren Insolvenzzahlen als im Vorjahr zu rechnen.

Im zweiten Quartal seien in fast allen großen deutschen Branchen Höchstwerte erreicht worden, darunter im Baugewerbe, im Grundstücks- und Wohnungswesen, im Handel, im Gastgewerbe und in den Dienstleistungen. Eine der wenigen Ausnahmen sei das Verarbeitende Gewerbe.

Auch andere Daten deuten auf eine anhaltend schwierige Lage hin: Das deutsche Statistische Bundesamt meldete für das erste Quartal 2026 einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um 6,5 Prozent im Jahresvergleich. Auch die Wirtschaftsauskunftei Creditreform meldete für das erste Halbjahr mit 12.900 Unternehmensinsolvenzen den höchsten Stand seit 2013. Im Gegensatz zu anderen Statistiken analysiert das IWH nur Daten zu Personen- und Kapitalgesellschaften und nicht zu Kleinstunternehmen.

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