Chinesische Notenbank mit de facto Zinssenkung

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Der chinesische Leitindex an einer Häuserfassade in Shanghai
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Die chinesische Notenbank hat den Banken bei ihrem neu eingeführten Instrument der Übernacht-Repo-Geschäfte offenbar etwas billiger als von Experten erwartet Geld geliehen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg wurde der Zinssatz für die Übernachtleihe mit 1,25 Prozent festgesetzt. Experten hatten im Schnitt mit einem um 0,1 Prozentpunkte höheren Satz gerechnet.

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Die Notenbank teilte lediglich mit, dass den Banken innerhalb des Übernacht-Repo-Geschäfts 300 Milliarden Yuan (rund 39 Mrd Euro) zugeteilt wurden. Angaben zum Zinssatz machten die Währungshüter nicht. Da sich durch das neue Instrument und den etwas geringer als erwartet ausgefallenen Zins die Finanzierungskosten für die Banken des Landes verbessern dürften, stufen einige Volkswirte den Schritt als eine Art faktische Zinssenkung ein.

Für ihr 7-Tages-Repogeschäft wurde der Zinssatz erneut auf 1,4 Prozent festgesetzt. Über dieses Instrument wurde den Banken 157,5 Milliarden Yuan an Liquidität zur Verfügung gestellt. Mit dem neu eingeführten 1-Tages-Repogeschäft kann die chinesische Notenbank besser die kurzfristige Liquidität steuern und genauer auf starke Schwankungen reagieren.

Die chinesische Notenbank hat mehrere Zinssätze und Instrumente, mit denen sie ihre Geldpolitik gestaltet. Für die kurzfristige Steuerung war bisher das 7-Tage-Reverse-Repo-Geschäft das wichtigste Mittel. Dieses wurde zuletzt um die Übernachtgeschäfte ergänzt. Es gibt zudem noch einen ein- und fünfjährigen Referenzzins (Loan Prime Rate - LPR), mit denen die Kosten für mittel und langfristige Kredite gesteuert werden sollen.

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