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877.000 Fahrzeuge verkauften die Hersteller laut Verbandsangaben ins Ausland. Mehr als die Hälfte davon waren Elektroautos oder Hybridwagen, die in China als "Neue Energiefahrzeuge" (NEV) bezeichnet werden. Die NEV-Exporte allein betrachtet stiegen sogar um mehr als 150 Prozent, wie der Verband mitteilte.
Die Entwicklung im Juni begründete der Verband unter anderem mit dem Einbruch bei Verbrennerfahrzeugen als Folge gestiegener Ölpreise. Dieser Trend beschleunige außerdem den Umstieg vieler Verbraucher von Verbrennern auf Elektroautos, hieß es weiter. Mit der Elektrifizierung und den steigenden Exporten sichert sich die Autobranche aus CPCA-Sicht derzeit ihr Wachstum.
Im NEV-Bereich zeichnet sich laut Verbandschef Cui Dongshu derzeit eine Polarisierung ab. Im Premiumsegment wachse der E-Automarkt, im Einstiegssegment preisgünstiger Modelle nehme dagegen der Druck zu.
In Chinas Automarkt, einem der wichtigsten der Welt, herrschte lange ein anhaltend aggressiver Preiskampf. Mittlerweile drücken steigende Kosten von für Autos konzipierten Chips oder Preisspekulationen bei für Batterien benötigtem Lithiumcarbonat auf die Gewinne der Firmen. Hinzu kommen gesamtwirtschaftliche Auswirkungen einer Immobilienkrise, hoher Arbeitslosigkeit und einer damit verbundenen schwachen Nachfrage.
Mit Blick in die Zukunft rechnete der Verband Mitte Juni nach eigenen Angaben noch mit einem Rückgang der Verkäufe in diesem Jahr um 14 Prozent. Ab Juli prognostizieren die Experten allerdings wegen erwarteter Steuerreformen und einer sich möglicherweise bessernden Chip-Versorgung schrittweise eine positive Stimmung im Markt.
LIANYUNGANG - CHINA: FOTO: APA/APA/CN-STR/-
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