China-Flaute und US-Zölle belasten Audi und BMW

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Audi-Zuwächse nur in Europa, bei BMW neben Europa auch in den USA
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Die Schwäche des Automarkts in China und die Zölle von US-Präsident Donald Trump lasten auf den deutschen Autobauern Audi und BMW. Audi lieferte im ersten Halbjahr weltweit 727.245 Fahrzeuge aus, das entspricht einem Minus von rund sieben Prozent, teilte die VW-Tochter am Freitag mit. BMW lieferte - ebenso bei Rückgängen in China - im ersten Halbjahr weltweit rund 1,15 Millionen Fahrzeuge aus, ein Rückgang um 4,2 Prozent.

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Allein in der Volksrepublik brachen die Auslieferungen von Audi um 19 Prozent ein, in Nordamerika waren es knapp 17 Prozent. Schlimmeres verhinderten Zuwächse in Europa. Abseits des deutschen Heimatmarkts übergab Audi hier knapp 256.000 Autos an die Kunden - das entsprach einem Plus von sechs Prozent. Auch in Deutschland wuchs Audi. Hier verbuchten die Ingolstädter ein Plus von 4 Prozent. "Stark nachgefragt waren vor allem die vollelektrischen Modelle", erklärte Audi. Ebenso für die kommenden Monate ist in Westeuropa Wachstum für Audi in Sicht. Der Auftragseingang hier lag um 7 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Bei BMW summierte sich das Minus im Einparteienstaat im ersten Halbjahr auf rund 20,4 Prozent. Besser lief es in anderen Regionen der Welt: In Europa stiegen die Verkäufe um rund 5,4 Prozent, in den USA erzielte das Unternehmen ein Plus von 3,9 Prozent. Dabei sei die Marke BMW im amerikanischen Markt stärker als der Gesamtmarkt gewachsen.

Auch den Absatz vollelektrischer Fahrzeuge steigerten die Bayern. Im zweiten Quartal lieferte BMW 116.807 vollelektrische Fahrzeuge der Marken BMW und Mini an Kunden aus, das entspricht einem Plus von 5,2 Prozent. In Deutschland sei BMW im Quartal auf den zweiten Platz bei den Zulassungen für vollelektrische Fahrzeuge aufgestiegen.

Der Münchner Autobauer hatte erst im Juni seine Gewinnprognose gekappt. Statt eines moderaten Dämpfers sagte er für das Gesamtjahr nun einen Rückgang des Vorsteuergewinns um mehr als 15 Prozent voraus.

Audi und BMW stehen mit den Rückgängen in China indes nicht allein. Mercedes-Benz hatte für die Volksrepublik erst am Mittwoch einen Absatzeinbruch um 28 Prozent im Halbjahr vermeldet. "Das Marktumfeld in China ist weiterhin anspruchsvoll und hoch wettbewerbsintensiv", vermeldete Audi. Immerhin - die neu eingeführten vollelektrischen Modelle Audi A6 L und Q5 L sowie der Audi E7X kämen im Markt gut an, hieß es weiter. Der Autobauer konnte bei den vollelektrischen Modellen eine Steigerung von knapp 84 Prozent erreichen.

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