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Erst vor wenigen Wochen hatte BYD-Europachefin Stella Li erklärt, ihr Unternehmen suche nach einem Autowerk im Süden Europas. BYD sei daran interessiert, ein bestehendes Autowerk zu übernehmen. Das Unternehmen verfügt bereits über eine Fertigungsstätte in Ungarn, in der noch heuer die ersten Fahrzeuge vom Band laufen sollen. Langfristig strebt BYD nach ihren Worten an, 70 Prozent der in Europa verkauften Fahrzeuge auch hier zu bauen.
Chinesische Autobauer sind derzeit auf der Suche nach Werken in Europa, um den Einfuhrzöllen der Europäischen Union zu entgehen. Einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge plant die EU-Kommission, zusätzlich auch Hybridautos mit Zusatzzöllen zu belegen, um ein Schlupfloch zu schließen. BYD ist in Europa nicht nur mit Elektroautos, sondern auch mit Plug-In-Hybriden vertreten. Dazu kommt der "Industrial Accelerator Act" (IAA) der EU, mit dem "Made in EU"-Regelungen für das öffentliche Beschaffungswesen sowie für Subventionen eingeführt werden sollen. Altavilla hatte zuletzt auf diese Regelungen verwiesen und erklärt, dass chinesische Hersteller deswegen nach bestehenden Werken suchten, weil für den Bau ganz neuer Fabriken keine Zeit mehr sei.