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Die von der Bank of England (BoE) stark beachtete Inflation im Dienstleistungssektor zog allerdings an - und zwar auf 3,7 Prozent, nach 3,2 Prozent im April. Das britische Pfund gab nach Veröffentlichung der Inflationsdaten leicht nach.
Großbritannien ist aufgrund seiner Abhängigkeit von Erdgasimporten stärker vom Iran-Krieg betroffen als die meisten anderen westlichen Länder. Die USA und der Iran steuern jedoch auf ein Friedensabkommen zu, das die Wiederöffnung der Straße von Hormuz - einer wichtigen Ölexportroute - vorsieht. Es soll am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden.
Von Reuters befragte Volkswirte erwarten, dass sich der geldpolitische Ausschuss der BoE am Donnerstag mit sieben zu zwei Stimmen für eine Beibehaltung des Leitzinses bei 3,75 Prozent aussprechen wird. Notenbankchef Andrew Bailey hat betont, die Zentralbank habe Zeit, die Auswirkungen des Konflikts in Nahost abzuwarten. Einige Währungshüter haben jedoch die Sorge geäußert, Unternehmen könnten die Lage nutzen, um die Preise auf breiter Front zu erhöhen. Großbritannien hat bereits das höchste Leitzinsniveau in der Gruppe der sieben führenden westlichen Industrieländer (G7). Dabei hat die Notenbank die Zinsen seit Mitte 2024 bereits sechsmal gelockert - zuletzt im Dezember.