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Das in Mailand etablierte Unternehmen, zu dem unter anderem WeTransfer oder Vimeo gehören, sowie bestehende Anteilseigner verkauften rund 58 Millionen Aktien. Auf Basis der in den Börsenunterlagen ausgewiesenen Aktienzahl wird Bending Spoons mit rund 18,4 Mrd. Dollar bewertet. Es handelt sich um einen der größten Börsengänge eines europäischen Unternehmens in den vergangenen Jahren. Bei der jüngsten Finanzierungsrunde im Jahr 2025 war das Unternehmen noch mit rund 11 Mrd. Dollar bewertet worden. Die Aktien werden am Mittwoch unter dem Börsenkürzel "BSP" am Nasdaq Global Select Market den Handel aufnehmen.
Der Börsengang erfolgt in einer Phase, in der sich der US-Markt für Neuemissionen nach längerer Schwäche wieder belebt. Vor allem Technologieunternehmen wagen angesichts einer verbesserten Marktstimmung und des anhaltenden Interesses an Künstlicher Intelligenz wieder den Schritt an die Börse.
Bending Spoons wurde 2013 von Geschäftsführer Luca Ferrari und Mitgründern in Mailand gegründet. Das Unternehmen verfolgt eine Strategie, angeschlagene Softwarefirmen zu übernehmen, technologisch zu modernisieren und langfristig im Konzern zu halten. Ferrari beschreibt das Geschäftsmodell als Mischung aus einem Private-Equity-Unternehmen und einem Technologiekonzern.
Zu den bekanntesten Übernahmen der vergangenen Jahre zählen die Notiz-App Evernote, die Dateitransfer-Plattform WeTransfer, die Videoplattform Vimeo, der Streaming-Technologieanbieter Brightcove, das soziale Netzwerk Meetup sowie das Internetportal AOL. Nach Unternehmensangaben werden die übernommenen Firmen nicht weiterverkauft. Die Übernahmen gingen allerdings mehrfach mit umfangreichen Restrukturierungen und Stellenabbau einher. Zu den Konsortialbanken des Börsengangs gehören Goldman Sachs, JPMorgan Chase und Allen & Company.