Bayer sichert sich 3 Milliarden Euro durch Pharma-Deal

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
1 min
++ ARCHIVBILD ++ Eigenkapitalstärkung verschafft mehr finanziellen Spielraum
 © APA/APA/dpa/Thomas Banneyer
©APA/APA/dpa/Thomas Banneyer
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Der durch US-Glyphosatklagen von hohen Schulden belastete deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer verschafft sich durch einen Milliardendeal mit der US-Beteiligungsgesellschaft Apollo mehr finanziellen Spielraum. Apollo erhalte eine Minderheitsbeteiligung an einer neuen Gesellschaft, teilte der börsennotierte Konzern am Freitag mit. Dadurch sichert sich Bayer den Angaben zufolge 3 Mrd. Euro Eigenkapital.

von

In die Gesellschaft bringt Bayer sein Geschäft mit reversiblen Langzeit-Kontrazeptiva (LARC) ein und behält die Anteilsmehrheit an der Gesellschaft sowie die vollständige operative Kontrolle über das LARC-Geschäft (Verhütungsmittel), das Teil des Kerngeschäfts der Pharmasparte bleibt. Der Abschluss der Transaktion werde für das dritte Quartal 2026 erwartet.

Bayer ist in den USA seit Jahren mit einer milliardenteuren Klagewelle wegen angeblicher Krebsrisiken seiner glyphosathaltigen Unkrautvernichter konfrontiert. Allerdings schloss das Unternehmen im Februar einen Sammelvergleich über 7,25 Mrd. US-Dollar (knapp 6,4 Mrd Euro) zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten, der bereits vorläufig genehmigt wurde. Die Anhörung für eine endgültige Genehmigung soll am 19. August stattfinden.

Zudem hatte Bayer erst jüngst einen wichtigen Erfolg vor dem Obersten Gericht in den USA erzielt. Dem Urteil des US Supreme Court zufolge kann Bayer nicht wegen fehlender Krebswarnungen auf Verpackungen von Unkrautvernichtern verklagt werden. Tausenden Klagen im Zusammenhang mit Roundup dürfte damit die Grundlage entzogen werden. Bayer verneint ein Krebsrisiko von Roundup.

Über die Autoren

Logo
trend. Abo

Nur jetzt ein ganzes Jahr trend. für nur €10,99 pro Monat!