Bank Austria: Iran-Krieg belastet Erholung der Wirtschaft

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Industrie trotzdem noch vorsichtig optimistisch
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Die Auswirkungen des Krieges im Iran zeigen sich auch in der heimischen Wirtschaft bereits deutlich. Der Einkaufsmanagerindex der UniCredit Bank Austria fiel im April auf 51,2 Punkte. "Die geopolitischen Spannungen belasten die Erholung der österreichischen Industrie bereits spürbar", sagte UniCredit-Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer. Die Stimmung der Industrie sei noch leicht optimistisch, zeigt der Erwartungsindex mit 53,7 Punkten.

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Die heimischen Industriebetriebe hätten ihre Produktion als Reaktion auf die sinkende Nachfrage aus dem In- und Ausland im April reduziert und den Personalabbau beschleunigt. "Versorgungsängste, geschürt durch eine deutliche Verlängerung der Lieferzeiten, lösten einen Aufbau von Lagerbeständen an Vormaterialien aus, während die geringere Nachfrage einen Anstieg der Bestände in den Fertigwarenlagern verursachte", erklärte Bruckbauer.

Der Beschäftigtenindex sank auf 45,8 Punkte. Saisonbereinigt lag die Anzahl der Arbeitssuchenden in der heimischen Industrie bei über 28.000 Personen und auch in der Arbeitslosenquote in der Sachgüterindustrie zeigt sich wieder eine steigende Tendenz. Im Jahresdurchschnitt 2026 dürfte die Quote mit 4,5 Prozent allerdings weiterhin deutlich niedriger ausfallen als in der Gesamtwirtschaft mit etwa 7,4 Prozent, erklärte Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl laut Aussendung.

Im gesamten Euroraum legte der vorläufige Einkaufsmanagerindex für die verarbeitende Industrie leicht auf 52,2 Punkte zu, vor allem durch die Entwicklung in Frankreich. In Deutschland, dem wichtigsten Handelspartner der österreichischen Industrie, sank der Index hingegen ebenfalls auf 51,2 Punkte.

Einen deutlichen Anstieg der Einkaufspreise bewirkten die Lieferstörungen durch die Blockade der Straße von Hormuz, die Erdöl und Gas stark verteuerten. Der entsprechende Index ist auf 77,4 Punkte geklettert, den höchsten Wert seit dreieinhalb Jahren. Die gestiegenen Kosten belasteten die Ertragslage der Unternehmen, die Mehrkosten wurden über höhere Verkaufspreise teilweise weitergegeben.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/ROLAND SCHLAGER

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