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Die militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich am Wochenende wieder drastisch verschärft. Nach schweren gegenseitigen Raketen- und Drohnenangriffen erklärte die Regierung in Teheran, die strategisch wichtige Straße von Hormuz erneut gesperrt zu haben. Dies trieb die Ölpreise in die Höhe. Die iranischen Revolutionsgarden teilten am Montag mit, sie hätten als Reaktion auf jüngste US-Angriffe amerikanische Militäreinrichtungen am Persischen Golf ins Visier genommen. Das US-Militär erklärte hingegen, die Schifffahrt durch die Meerenge von Hormuz laufe weiter. Die erneute Gewalt stellt das im vergangenen Monat geschlossene Übergangsabkommen zwischen Washington und Teheran infrage.
Der Bieterkampf um die in Wien ansässige Osteuropa-Bank Addiko geht weiter: Nachdem die RBI vergangene Woche die Mindestannahmequote bei ihrem Übernahmeangebot für sämtliche Addiko-Aktien von über 75 Prozent auf mehr als 55 Prozent gesenkt hat, reduzierte auch die slowenische NLB die Schwelle von 75 Prozent auf über 50 Prozent. NLB bietet 37 Euro je Addiko-Anteilsschein, die RBI offeriert 26,50 Euro. Da die Raiffeisen Bank International (RBI) bei den Addiko-Anteilen die gesetzliche Schwelle von 50 Prozent bereits überschritten hat, kann die slowenische Nova Ljubljanska banka (NLB) diese Hürde rechnerisch nur nehmen, wenn Aktionäre ihre Zusagen an die Konkurrenz wieder zurückziehen. Zuletzt notierte die Aktie an der Wiener Börse bei 26,20 Euro mit einem Minus von 2,24 Prozent. RBI gewannen hingegen 0,18 Prozent.
Einige der schwer gewichteten Bankenwerte wurden hingegen mit Verlusten gehandelt. BAWAG sanken um 0,79 Prozent, Erste Group gaben um 0,51 Prozent nach. Noch schwächer tendierten die Versicherer. Die Aktien von UNIQA präsentierten sich mit einem Minus von 1,89 Prozent, jene von VIG mit einem Minus von 1,65 Prozent.
Erneut an Boden verloren AT&S mit einem Minus von 3,64 Prozent. Die Aktien des Leiterplattenherstellers hatten schon am Freitag mehr als zwei Prozent eingebüßt. Negative Vorgaben für Halbleiteraktien kamen am Montag aus Südkorea. Der südkoreanische Aktienindex Kospi brach um knapp 9 Prozent ein. Stark unter Druck kamen vor allem Technologie- und hier insbesondere Halbleiterwerte. Aktien von Samsung Electronics und des Börsendebütanten SK Hynix gaben mehr als 10 Prozent nach.
Do&Co wurden um 1,65 Prozent leichter gehandelt. Die Bauwerte Strabag und Porr verbilligten sich ebenfalls. Im prime market ging es für Polytec um 3,56 Prozent nach unten.
Aufgrund der wieder anziehende Ölpreise zogen auch die heimischen Energiewerte nach oben. Die Verbund-Werte legten an der ATX-Spitze 1,22 Prozent zu. Dahinter folgten OMV mit einem Plus von 1,09 Prozent, EVN plus 1,04 Prozent und SBO plus 0,49 Prozent.