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"Unsere Kunden beschleunigen ihre Pläne zum Kapazitätsausbau, was ASML eine bessere Planbarkeit der längerfristigen Nachfrage verschafft", erklärte Konzernchef Christophe Fouquet. Die starke Nachfrage aus dem KI-Sektor habe Unsicherheiten im China-Geschäft mehr als ausgeglichen.
ASML rechnet daher nun für 2026 mit einem Umsatz von 43 bis 45 Milliarden Euro statt mit 36 bis bis 40 Milliarden. Im April hatte der Konzern seine Prognose schon einmal angehoben, von ursprünglich 34 bis 39 Milliarden Euro.
ASML baut Maschinen zur Chip-Produktion, insofern sind die Zahlen des wertvollsten börsennotierten Unternehmens Europas ein wichtiger Frühindikator für die gesamte Halbleiterbranche. Die positive Entwicklung ist vor allem auf die Monopolstellung von ASML in einem Schlüsselbereich zurückzuführen: Das Unternehmen ist der weltweit einzige Anbieter von Anlagen mit ultravioletter Lithografie (EUV), die zur Herstellung von KI-Halbleitern benötigt werden. Kunden wie TSMC, Samsung und Micron rüsten ihre Fertigung auf, um den Bedarf für KI-Anwendungen zu decken. Als Beleg für diesen Trend verwies Fouquet darauf, dass der US-Konzern Intel als erster Kunde die neue, noch leistungsfähigere Anlagengeneration von ASML einsetzen werde.
Experten zufolge könnten die Produktionskapazitäten von ASML bis Ende 2027 ausgebucht sein. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt jedoch das Geschäft mit China. Die USA planen schärfere Exportkontrollen, die den Verkauf von Hochtechnologie an die Volksrepublik einschränken sollen.