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Arbeitslosigkeit im Dezember weiter gestiegen

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Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich zum Jahresende weiter gestiegen. Ende Dezember waren 434.572 Personen arbeitslos oder in einer AMS-Schulung, um 2,0 Prozent bzw. 8.560 mehr als vor einem Jahr, teilte das Arbeitsmarktservice (AMS) am Freitag mit. Die Register-Arbeitslosenquote lag bei 8,4 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Dezember 2024.

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Der Anstieg habe sich zuletzt allerdings verlangsamt, zugleich sei die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr wieder leicht gestiegen (geschätzt plus 4.000 Beschäftigungsverhältnisse). Insgesamt waren laut Aussendung um 10.100 mehr Arbeitssuchende vorgemerkt als im Dezember 2024.

Bei den Detaildaten zeigte sich ein deutlicher Unterschied nach Geschlecht: Die Arbeitslosigkeit von Frauen erhöhte sich im Dezember um 6,6 Prozent, bei Männern lag das Plus bei 0,5 Prozent. Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen (mindestens ein Jahr AMS-Vormerkung) stieg auf 102.491 Personen, ein Zuwachs von 12,8 Prozent.

Am Stellenmarkt ging die Bestandszahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr um 16,2 Prozent auf 67.647 zurück.

Bei Jugendlichen sank die Arbeitslosigkeit Ende Dezember leicht (minus 0,4 Prozent), zugleich stieg die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden um 14,2 Prozent auf 10.624, während die offenen Lehrstellen um 1.496 auf 5.117 zurückgingen.

Einer der Gründe für die stärkere Zunahme der Arbeitslosigkeit bei Frauen war laut Arbeitsministerium die schrittweise Anhebung des Regelpensionsalters von Frauen.

"Nach langen Jahren der Rezession blicken wir dem kommenden Jahr vorsichtig optimistisch entgegen", sagte Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) laut Mitteilung. Sie rechnet damit, dass die Arbeitslosigkeit im zweiten Halbjahr etwas sinken wird und verweist dabei auf das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo). Demnach erwartet das Wifo einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund 4.000 Personen, die unselbstständige Aktivbeschäftigung soll um etwa 27.000 zunehmen.

ÖGB-Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth warnt vor einem Fachkräftemangel: "Kurzfristig wirkt die Lage stabil, langfristig steuern wir jedoch auf massive Engpässe zu." Schuberth verlangt statt Sparmaßnahmen "zielgerichtete Investitionen in eine aktive Arbeitsmarktpolitik".

Auch AK-Präsidentin Renate Anderl sieht einen Zusammenhang zwischen steigender Frauen-Arbeitslosigkeit und der Anhebung des Frauenpensionsalters sowie der schlechten Lage im Handel. Sie will mehr Personal für das AMS, mehr Kapazitäten in frauenspezifischen Beratungseinrichtungen und mehr Qualifizierungen.

Einen "positiven Reformschock" wünscht sich der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer. "Immer weitere Bürokratie für die Betriebe, wie jüngst durch neue Hitzeschutzpläne verordnet oder wie sie durch aufwändige Entgeltberichte demnächst droht, ist kontraproduktiv", so Neumayer. "Nur so kann die heimische Industrie gestärkt aus der Krise hervorgehen und ihren Beitrag zur Stabilisierung des Arbeitsmarkts leisten."

Wirtschaftsbund-Generalsekretär und ÖVP-Wirtschaftssprecher Kurt Egger meint, dass das von der Regierung auf den Weg gebrachte Entbürokratisierungspaket ein wichtiger erster Schritt zur spürbaren Entlastung der Unternehmen und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sei.

FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch sieht eine "fehlgeleitete Regierungspolitik" als Wurzel des Problems - nur mit der FPÖ und einem "Volkskanzler Herbert Kickl" könne es wieder bergauf gehen.

++ THEMENBILD ++ Illustration zu den Themen Arbeitslosigkeit / Arbeitslosenunterstützung / Arbeit / Wirtschaft / AMS. Im Bild: Anmeldung an einem Arbeitsmarktservice (AMS) Terminal; aufgenommen am Montag, 10. Juli 2023, in Wien. (Gestellte Szene!).

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