
HIGH-YIELD-ANLEIHEN locken mit deutlich besseren Renditen als Staatsanleihen. Die Aussicht auf weiter sinkende Zinsen und einen Rückgang der Zahlungsausfälle beflügeln die Kurse.
Mit der jüngsten Zinssenkung hat die Europäische Zentralbank die Erwartungen von Anlegern und Analysten erfüllt. Zwar zerstreute EZB-Chefin Christine Lagarde unmittelbar danach in einem Interview die Hoffnungen auf baldige weitere Zinsschritte, doch dass sich die Finanzierungsbedingungen für Unternehmern bessern, ist dennoch unbestritten.
Abzulesen ist das an den Aktienkursen, doch auch für eine Wertpapierkategorie, die die meisten Anleger eher aus den Augenwinkeln verfolgen, hellt sich der Horizont weiter auf: hochrentierende Anleihen, so genannten High-Yield-Papiere. Diese locken derzeit mit Renditen zwischen sechs und acht Prozent.
Diese hohen Renditen sind ein Resultat der Tatsache, dass die Welt in gewisser Weise ungerecht ist. Wenn sich große, gut gehende Unternehmen bei den Banken finanzieren wollen, werden ihre Kredite mit der sogenannten „Prime Rate“ verzinst. Das sind die niedrigsten Zinsen, die Banken für Kredite verlangen – und zwar obwohl sich solche Unternehmen bequem auch eine teurere Finanzierung leisten könnten.
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