Die Gründerfabrik

Die Gründerfabrik

Speedinvest wurde zum wichtigsten Finanzierer Österreichs für Start-ups, vermag immer mehr prominente Investoren zu begeistern, prüft am Fließband neue Geschäftsideen und ist auch bei traditionellen Unternehmen als Partner und Ratgeber gefragt.

Speedinvest-Gründer Oliver Holle

"Speedinvest ist ein Produkt von 20 Jahren Unternehmertum“, sagt Gründer Oliver Holle. Der 44-jährige Wiener hat schon während seines WU-Studiums eigene Firmen gegründet, 2006 wurde er durch den Verkauf von 3united Millionär - 2011 gab es den ersten Speedinvest-Fonds, heuer den zweiten.

15 Partner sichten Unternehmen

Viele der derzeit 15 Speedinvest- Partner kennt Oliver Holle schon lange. Relativ neu mit im Team sind Marie-Hélène Ametsreiter (Bild), die auch im Fernsehen Unternehmer castete, und Stefan Klestil, ein Experte für Finanztechnologien. Eine Außenstelle hat Speedinvest im Silicon Valley.

Rund 100 Geldgeber: Ein Netzwerk der Start-up-Fans

Schon vor vier Jahren hat Speedinvest bei Didi Mateschitz angefragt. Damals stand der Red-Bull-Boss noch auf der Bremse, dieses Mal machten sowohl Red Bull als auch er selbst Geld locker. Unter den 100 Investoren, die je mindestens 300.000 Euro einzahlen müssen, sind vor allem Österreicher und Deutsche. Mit dabei ist etwa das Herausgeber-Ehepaar Dichand, der ehemalige COO von Thomson Reuters, Jörg Flöck, T-Mobile-Österreich-Boss Andreas Bierwirth, Conwert-Gründer Günther Kerbler, der frühere Swatch-Chef Rudi Semrad, Finanzberater Fritz Schwaiger, Markus Ertler von Immobilien.net und die Erbin des Textilmillionärs Leopold Böhm, Sandra Berkson. Auch zahlreiche Gründer wie Michael Müller (Paysafecard), Sok-Kheng Taing (Dynatrace), Gerfried Schuller (Blue Tomato) oder Florian Gschwandtner (Runtastic) sind investiert. Warum? "Um ein Zeichen zu setzen. Wir investieren in das, wo wir herkommen. Und natürlich auch, um zu sehen, was sich tut, was jetzt kommt“, sagt Gschwandtner.

Beeindruckende Performance: Vier exits, ein exitus

Dass der Speedinvest-II-Fonds so schnell so hoch dotiert werden konnte, hat auch mit den Erfolgen aus dem ersten Fonds zu tun: Drei Jahre nach Einzahlung spielten einige Investitionen das Fünffache ihres Kapitals wieder herein. 2014 realisierte Speedinvest drei Exits: das regionale Jobportal joblocal.de wurde an die deutsche Funke-Mediengruppe verkauft, die Flohmarkt-App Shpock hat nun eine 40-Prozent-Beteiligung der norwegischen Schibsted-Gruppe (in Österreich auch bei willhaben.at drin), und die Teamarbeitssoftware für Entwickler - Wikidocs - wurde vom australischen Firmensoftwareanbieter Atlassian gekauft. Heuer im April wurde die E-Publishing-Lösung Grin an K5 Advisors, eine Private Equity Firma, verkauft. Exitus statt Exit gab es bislang nur für das Bloggerprojekt Soup.Io, von dem aber zumindest 50 Prozent der Anschaffungskosten verwertet werden konnen. Alle anderen Projekte sind operativ und aktiv. Von der Finanzplattform Finnest bis hin zum Spirtuosen-Start-up Flaviar. Sämtliche Projekte auf speedinvest.com.

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Mehr über Investments in Start-ups und den Risikokapital-Fonds "Speedinvest 2" unter diesem Link auf format.at

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