Vorglühen am Christkindlmarkt: Wann der Führerschein weg ist

Vorglühen am Christkindlmarkt: Wann der Führerschein weg ist

Zusammenrücken am Punschstand: Eine beliebte Art sich gemeinsam mit Alkohol auf Weihnachten einzustimmen.

Die Vorweihnachtszeit ist auch die Zeit des Vorglühens bei Adventmärkten. Mehr als 0,5 Promille sind rasch erreicht. Bei wie viel Promille der Führerschein weg ist, wann bis zu 3.700 Euro Strafe drohen und wann man sich auch noch einem Verkehrscoaching unterziehen muss.

Die Frage stellt sich nach ein paar Punsch oder Glühwein stets aufs Neue: Wie viel Promille habe ich wohl im Blut. Die wenig beruhigende Aussage dazu von der Arbö-Verkehrspsychologin Dora Beer: "Der tatsächliche Alkoholgehalt wird vielfach unterschätzt."

Ein Glas Punsch kann schon zu viel sein

Wie viel Alkohol man trinken kann, um weder Strafe noch Führerscheinentzug fürchten zu müssen, hängt laut der Arbö-Expertin Beer von Geschlecht und Alter ab und was man trinkt und wie viel. "Ein Mann mit durchschnittlicher Statur wird wahrscheinlich mit einem Glas Punsch noch nicht die 0,5-Promille-Grenze überschreiten, eine zierliche Frau vielleicht schon."

Bis 0,8 Promille drohen Strafen ab 300 Euro

Wer mehr als 0,5-Promille Alkohol getankt hat und dabei hinter dem Lenkrad erwischt wird, für den wird es aus juristischer Sicht schon mal ungemütlich. Strafen und rechtlichen Probleme sind die Folge: zwischen 0,5 und 0,8 Promille werden bei Alkoholkontrollen Geldstrafen zwischen 300 Euro und 3.700 Euro verhängt und die Weiterfahrt untersagt. Zudem ist die alkoholisierte Autofahrt ein Vormerkdelikt.

Ab 0,8 Promille sind mindestens 800 Euro fällig

Ab 0,8 Promille wird die Gangart noch einmal richtig verschärft. Der Führerschein wird für mindestens ein Monat abgenommen, es folgte eine Anzeige, die laut Gesetzgeber eine Strafe von mindestens 800 Euro nach sich zieht und bis 3.700 Euro reicht. An Weiterfahrt ist auch in diesem Fall nicht mehr zu denken und als Draufgabe gibt es noch ein Verkehrscoaching.

Versicherung kann bei Unfall Zahlung verweigern

Aber es kann noch dicker kommen: Wem der Glühwein so gut schmeckt und es dennoch nicht auf die Heimfahrt mit dem eigenen Auto verzichten will, der kann sich im Fall eines Unfalls auf einiges gefasst machen. Probleme mit der Versicherung sind damit vorprogrammiert: Die Haftpflichtversicherung kann Regressansprüche stellen und die eigene Kaskoversicherung zahlt den Schaden möglicherweise nicht.

Auch Fahrradfahren im alkoholisierten Zustand kann teuer werden und der Führerschein kann weg sein, auch wenn man mit dem Rad unterwegs ist.

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