Robin Lumsden: Leadership und die Rolle des Sports

Der Wiener Rechtsanwalt Robin Lumsden hat zwei Jahre für den TREND von seinen Studien an der US-Eliteuni berichtet. Auch zurück in Wien hält er Kontakt zu Stanford. Diesmal: wie er den Wiener American-Football-Star THOMAS SCHAFFER bei seinem NFL-Debüt beriet. Auch Schaffer ist Stanford-Kommilitone.

Robin Lumsden: Leadership und die Rolle des Sports

THOMAS SCHAFFER, Wiener und American-Football-Star, erhielt eben einen Profi-Vertrag bei den Chicago Bears. Schaffer startete seine Karriere in Stanford, der Autor Robin Lumsden stand ihm rechtlich zur Seite.

Gute Neuigkeiten an der Stanford University. Als bekannt wurde, dass der gebürtige Wiener und American-Football-Star Thomas Schaffer beim amerikanischen Profiteam Chicago Bears einen Vertrag erhielt, war man nicht nur an der Stanford University stolz darauf. Die Jubelmeldung gelangte auch bis Österreich. In den erfolgsverwöhnten Defense-Spieler, der erst vor wenigen Jahren seine Sportlerkarriere an der Eliteuniversität Stanford startete, werden große Hoffnungen gesetzt. Thomas wusste früh, worauf es ankommt und dass der Weg von Wien zuerst auf die Highschool nach Chicago und dann nach Stanford nicht nur für seine sportliche Karriere der Richtige war, sondern sich dadurch auch eine Vielzahl an beruflichen Möglichkeiten eröffnen wird. Am Stanford Campus fällt er nun mit seinem 2,01 Meter jedenfalls sehr prominent auf.

Thomas Schaffer steht eine große Laufbahn bevor, und das sicher nicht nur im American Football. Er ist übrigens aktuell nicht der erste Sportprofi, den ich unterstütze und berate, schließlich bin ich auch mit dem NFL-Team der Los Angeles Chargers beratend verbunden - auch deshalb, weil die Eigentümerin des Teams mit mir in der Stanford-MBA-Klasse war und meinen Fähigkeiten vertraut. Thomas hat ein ganz besonderes Potenzial. Er selbst und Beobachter sind sich einig, dass ihm auch bald Sprung in die Stammelf gelingen wird. Es ist schön, dass ich meinen Stanford-Kollegen bei seinem NFL-Debüt beraten durfte. Es hat nicht lange gedauert, und schon klingeln österreichische Sponsoren bei mir wegen "unserem Österreicher in der NFL" an.

Disziplin, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen

An amerikanischen Universitäten und insbesondere in Stanford wird die Verbindung von Sport, Wirtschaft und Wissenschaft seit jeher großgeschrieben. Vor allem hier im Silicon Valley weiß man, die Fähigkeiten aktiver und ehemaliger Sportler besonders zu schätzen. Es verwundert also nicht, dass die Unternehmer mit beeindruckenden Erfolgsgeschichten meist auch einen sportlichen Hintergrund haben. Von der Fitnessikone Arnold Schwarzenegger bis zu den meisten erfolgreichen Silicon-Valley-Managern, die zumindest eine College-Sport-Vergangenheit hinter sich haben, gibt es unzählige Beispiele, wie sich Disziplin, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen von Sportlern auch nach ihrer aktiven Karriere positiv auswirken.



Der sportliche Wettbewerb, die Quintessenz für berufliches Vorankommen.

Meiner Ansicht nach ist der regelmäßige sportliche Wettbewerb, das Annehmen von Herausforderungen, der Umgang mit Erfolg und Misserfolg die Quintessenz für berufliches Vorankommen.

Auch meine akademische Mentorin und ehemalige US-Außenministerin Condoleezza Rice zieht es in den Sport, sie berät aktuell die US-Football-Liga (NFL) bei deren Überlegungen, Collegesportlern ein Gehalt zu zahlen. Auch werden viele Deals in den USA am Tennis-und Golfplatz vereinbart. In Stanford hatte ich wöchentlich eine Tennisrunde mit Professoren und Managern.

Relevante Erkenntnisse für Topmanager

Anders als in Europa gilt es in den USA als Qualitätsmerkmal für intellektuelle Aufgaben, wenn jemand im Sport erfolgreich war, und viele der Tech-Unternehmen hier suchen sogar vordergründig nach ehemaligen Athleten. Viele Fertigkeiten, die an der Stanford University vermittelt werden, haben nicht nur im Sport einen hohen Nutzen, sondern sind für das ganze Leben äußerst hilfreich. So konnte ich in meiner Zeit an der Stanford Business School auch eine Klasse zum Thema "Schlafoptimierung" absolvieren, wo auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse die körpereigene Regeneration optimiert werden soll. Ursprünglich kommt das aus dem American Football, mittlerweile sind aber 90 Prozent aller Teilnehmer Topmanager, Investmentbanker oder erfolgreiche Unternehmer, da die daraus gewonnenen Erkenntnisse für jeden relevant sind.



In den USA gilt es als Qualitätsmerkmal, im Sport erfolgreich gewesen zu sein.

In meiner Zeit als Vizepräsident und Anwalt des Österreichischen Tennisverbandes (ÖTV) war es mir immer ein Anliegen, den Sport in die Geschäftswelt hineinzutragen. Nun ist dieses Anliegen in den Händen von Staatssekretär Magnus Brunner gut aufgehoben. Sport verbindet, und Stanford ist ein hervorragendes Netzwerk hierfür. Meine angesprochene Stanford-Klassenkollegin Nicoletta Ruehl ist die Eigentümerin der nun in Los Angeles angesiedelten San Diego Chargers, auch hier werden sich demnächst ganz interessante Möglichkeiten eröffnen.

Mir machen Ausflüge als Berater und Anwalt im Sport immer wieder Spaß, quasi "back to the Roots", sie sind eine tolle Abwechslung zu meiner Kernexpertise als Wirtschafts- und M&A- Anwalt. Der nächste große Sport-Deal, den ich einfädeln durfte, ist bereits fixiert. Dabei handelt es sich um niemanden Geringeren als die ewige und aktuelle Nummer eins der Tennis-Weltrangliste, Novak Djokovic. [Dazu KLICKEN sie HIER >>> "The Art of Dealmaking"]



Die interaktive Kolumne

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Zum Autor

Robin Lumsden ist Anwalt in Wien, New York und Washington. Zwei Jahre verbrachte er an der US-Eliteuniversität Stanford. Seine Arbeit als Anwalt und die dort gewonnenen Erfahrungen verarbeitet er jetzt dieser Kolumne.



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