Leadership: Technologie und Nachhaltigkeit als Challenge für Führungskräfte

Der technologische Fortschritt gibt der Wirtschaft den Takt vor, eröffnet Chancen und Geschäftsfelder. Führungskräfte sind gefordert, Trends zu erkennen, zu verstehen und für ihr Business auszuloten. Ein neuer Lehrgang der WU Executive Academy hilft dabei.

Thema: Executive Education
Leadership: Technologie und Nachhaltigkeit als Challenge für Führungskräfte

Die Tech-Industrie boomt weltweit und in allen Branchen. Und die Schnittstelle von Technologie und Wirtschaft ist der Nährboden, auf dem neues Business entstehen kann. Das Feld, auf dem sich Möglichkeiten und Chancen auftun - für innovative Start-ups ebenso wie für etablierte Unternehmen, die "Corporates".

Neue Technologien und Entwicklungen zu verstehen, ihre Potenziale abschätzen und die Folgen und den Nutzen für das eigene Business oder eine neue Geschäftsidee richtig einschätzen zu können ist dabei der Schlüssel, der über Erfolg und Misserfolg, über Wachstum oder Stagnation entscheidet.

Für Führungskräfte, High Potentials und Start-up-Gründer kann es existenzkritisch sein, neue Technologien rechtzeitig aufzugreifen und daraus ein nachhaltiges und verantwortungsvolles Business aufzubauen. Der neue Online Professional Master Sustainability, Entrepreneurship und Technology, den die WU Executive Academy gemeinsam mit dem Tech-Experten Thomas Funke, Mitbegründer von Tomorrow's Education, ins Leben gerufen hat, bringt die Führungskräfte dabei auf den richtigen Weg.

Der Lehrgang, richtet sich an High Potentials mit Start-up Erfahrung, oder dem Plan, ein solches gründen zu wollen, die ihr Wissen erweitern und ihr Potenzial im Bereich Wirtschaft und Technologie ausschöpfen und einen Beitrag zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen leisten wollen. Im Mittelpunkt stehen neue Technologien, Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles unternehmerisches Denken. Themenbereiche sind u.a. Start-up-Finanzierung, Verkauf und Verhandlungen, Unternehmensaufbau, KI-Ethik, Datenlösungen und datengetriebene Modellierung.

Tech-Skills als Challenge

"Die Wirtschaftswelt dreht sich in allen Branchen um Digitalisierung, Big Data und innovative Technologien. Führungskräfte und Unternehmensgründer benötigen daher ein fundiertes Wissen an der Schnittstelle von technologischem und betriebswirtschaftlichem Knowhow – egal in welchen Bereichen sie arbeiten“, begründet Barbara Stöttinger, Dekanin der WU Executive Academy den Schritt.

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Tech-Experte Funke stellt das Technologie-Verständnis dabei auf eine Stufe mit den beiden weiteren großen Leadership-Herausforderungen des 21. Jahrhunderts - der Nachhaltigkeit und dem damit verbundenen verantwortungsvollen unternehmerischen Denken und Handeln - einer neuen Art von Entrepreneurship, gepaart mit einem fundierten Technologieverständnis am Interface zwischen Mensch und Maschine.“


5 Tech-Skills für Führungskräfte

Fünf essenzielle Skills für die digitale Zukunft und wie sich Führungskräfte darauf vorbereiten können.

1. Knowhow über Technologien und ihre Second-Level-Effekte

Technologien haben komplexe Folgen für die Gesellschaft und aus dem ursprünglichen Einsatzbereich einer einer neuen Technologie entwickeln sich zumeist auch neue Anwendungsgebiete - man denke nur an die Blockchain-Technologie oder Navigationssysteme. "Das GPS-System wurde ursprünglich vom US-Militär zur Positionsbestimmung von Kriegsschiffen oder von Waffensystemen entwickelt“, sagt Thomas Funke. Inzwischen haben Autos, Smartphones, Armbanduhren und viele Fitnessgeräte GPS-Systeme integriert - die Technologie hat viele neue Geschäftsfelder eröffnet. Technologische Entwicklungen können aber auch nachteilige Effekte haben. "Künstliche Intelligenz etwa wird von Menschen trainiert und übernimmt menschliche Biases und Vorurteile“, warnt Funke.

Es gehört daher zunehmend zur Aufgabe von Führungskräften, die möglichen Auswirkungen auf Mensch, Wirtschaft und Gesellschaft mitzudenken und in ihre Entscheidungen einzubeziehen. Stöttinger: "Fragen zur digitalen Ethik bei der Nutzung von Technologien werden aber noch zu wenig in unternehmerische Entscheidungen miteinbezogen. Der Fokus der unternehmerischen Entscheidungen liegt meist auf Profitausweitung, Markterschließung und Disruption bestehender Geschäftsmodelle mithilfe technologischer Innovationen. Das muss sich dringend ändern.“


2. Diversität und interdisziplinäres Verständnis

IT-Experten sprechen oft eine andere Sprache als ihre Kollegen im Marketing oder General Manager. In cross-funktionalen Teams und interdisziplinären Projekten wird es zunehmend wichtig, das Denken und die Sprache anderer Professionen zu verstehen und zu sprechen. Das wiederum setzt ein Verständnis für Fachgebiete rund um Digitalisierung und IT, Marketing und Management voraus.

„Führungskräfte müssen die anderen Bereiche verstehen. Nur so ist es möglich, die Komplexität von Technologien und Nachhaltigkeit zu managen. Sie sind gefordert, eine gemeinsame Sprache und ein gemeinsames Verständnis von wichtigen Begrifflichkeiten zu fördern“, betont Stöttinger.

Ein Punkt dabei ist, die Diversität unterschiedlicher Meinungen und Denkweisen zuzulassen und in Entscheidungen mit einzubeziehen. Essenziell ist jedoch, dass die aus der interdisziplinären Zusammenarbeit gezogenen Schlüsse in die Management-Entscheidungen einbezogen und berücksichtigt werden.


3. Nachhaltige Zielorientierung

Immer mehr Unternehmen orientieren sich an den Sustainable Development Goals (SDGs) für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (z.B. keine Armut, kein Hunger, Gesundheit und Wohlergehen, hochwertige Bildung, Geschlechtergleichheit etc.) und adaptieren ihre Businessmodelle und -Strategien entsprechend. „Damit diese Ziele erreicht werden können benötigen auch die Mitarbeiter das entsprechende Skill- und Mindset“, hebt Stöttinger die verantwortungsvolle Rolle der Führungskräfte hervor.

Neue Technologien und Entwicklungen eine besondere Position hinsichtlich nachhaltigem Wachstum und Wertschöpfung: "Sie können einen gesellschaftlichen Mehrwert bringen, wenn sie richtig eingesetzt werden“, betont Funke. Etablierte Unternehmen hätten dabei ebenso noch Potenzial wie Start-ups.


4. Entrepreneurial Thinking

Das unternehmerische Denken nicht nur bei sich selbst, sondern auch in den eigenen Teams zu fördern, wird zur Kernaufgabe von Führungskräften. Funke: “Unternehmerisches Denken und Handeln von Führungskräften und Mitarbeitern ist essentiell, um als Unternehmen bestehen zu können." Startups einfach aufzukaufen reiche meist nicht, weil die Integration der Startup-Kultur in die Corporate-Kultur sehr herausfordernd ist.


5. Self-Empowerment und Growth-Mindset

Wir befinden und in einer grundlegend neuen Ära der Beschleunigung der Expansion, leben in einer exponentiell wachsenden urbanisierten. Diese Transformation vollzieht sich so schnell, dass Experten nur vorsichtige Vermutungen über die Zukunft anstellen können.

Für Führungskräfte bedeutet das dass Talente wie Belastbarkeit, mentales Gleichgewicht und emotionale Intelligenz zu den wertvollsten Kompetenzen zählen. Entscheidend ist die Fähigkeit, lebenslang zu lernen. Im Mittelpunkt dabei stehen Neugier, Motivation, Selbstwirksamkeit sowie ein dynamisches Selbstbild. Funke: "Ein Growth Mindset, das auf die individuellen Stärken und auf das Erkennen und Nutzen von Lernchancen statt auf Fehlervermeidung ausgerichtet ist.“


WU Executive Academy

Die WU Wien bündelt in ihrer Executive Academy ihr Programmportfolio im Bereich „Executive Education“. Dazu zählen MBA und Master of Laws Programme, das Universitätsstudium Diplom BetriebswirtIn, Universitätslehrgänge, Custom Programs und Kurzprogramme. Durchschnittlich 800 Graduate Students und ca. 1.200 Führungskräfte, Fachleute und High-Potentials aus über 75 Ländern werden jedes Jahr in den Programmen aus- und weitergebildet.

Für alle MBA Programme bekam die WU Executive Academy im Herbst 2015 als erste und einzige österreichische Anbieterin das international renommierte Qualitätsgütesiegel AACSB verliehen. Gemeinsam mit EQUIS und AMBA verfügen WU und die WU Executive Academy jetzt über die seltene und begehrte „triple accreditation“.

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