Friseurkette "Bundy Bundy Style In" ist insolvent

Die von den Brüdern Hans und Georg Bundy gegründete Friseurkette " Bundy Bundy Style In" ist insolvent. Das Unternehmen hat aktuell zehn Standorte in Österreich betrieben 144 Mitarbeiter beschäftigt.

Georg Bundy, Pia Bundy und Hans Bundy

Georg Bundy, Pia Bundy und Hans Bundy

Das Friseurunternehmen Bundy Bundy (vormals Bundy & Bundy, Anm.) hat für ihre Kette "Bundy Bundy Style In" ein Insolvenzverfahren beantragt. Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung wurde beantragt. "Damit wird eine Weiterführung der Salons angestrebt, und diese werden nach dem Lockdown auch wieder offen haben", betont das Unternehmen. Für die Servicegesellschaft der Firma wurde ein Konkursverfahren beantragt.

Bundy Bundy hat aktuell zehn Style-In-Standorte betrieben, acht davon in Wien, einen in Eisenstadt und einen in Haid (OÖ). Dort - sowie in der Service GmbH - sind insgesamt 144 Mitarbeiter beschäftigt.

Von der Insolvenz nicht betroffen sind zwei als Franchise-Standorte geführte Niederlassungen in Oberwart und Seiersberg. Die 62 Arbeitsplätze der Exklusiv GmbH und deren drei Standorte in Wien (Salons der Marke "Bundy Bundy Exklusiv") bleiben demnach erhalten. Hier seien Umstrukturierungsmaßnahmen bereits durchgeführt worden.

Nicht nur Corona ist schuld

Der Familienbetrieb Bundy eröffnete 1919 den ersten Salon. In den 1960er-Jahren gewannen die Brüder Hans und Georg Bundy die Friseur-Weltmeisterschaft. Sie leiten das Unternehmen bis heute. "Bundy Bundy seit Jahrzehnten eine fixe Größe im Friseur-Business. Deshalb bedauern wir zutiefst, dass wir angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Situation, und beschleunigt durch die coronabedingten Auswirkungen auf die Branche, diesen Schritt gehen müssen. Das fällt uns ganz und gar nicht leicht. Gerade deshalb ist es uns besonders wichtig uns bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich zu bedanken“, erklärt Familie Bundy.

Die Insolvenz ist nicht nur der Corona-Pandemie zuzuschreiben. Strukturveränderungen im Friseur-Business hätten in den vergangenen Jahren das mittlere Segment vor große Herausforderungen gestellt, wurde beklagt. Der betroffene Unternehmensteil sei trotz eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen unter wirtschaftlichen Druck geraten. Aus- und Weiterbildungskosten sowie hohe Mieten an Frequenzstandorten seien dabei bedeutende Faktoren gewesen.

"Die coronabedingten Einschränkungen sowie die Effekte aus den bisher drei Lockdowns und die unsicheren Aussichten für die kommenden Monate haben die Situation soweit verschärft, dass nun wegen Liquiditätsproblemen die Zahlungsunfähigkeit droht."

Das aktive Forderungsmanagment gehört zu den Pflichten eines jeden Unternehmens.

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