So machen Sie nach einem Unfall oder Parkschaden alles richtig

So machen Sie nach einem Unfall oder Parkschaden alles richtig

Muss man bei einem Unfall immer die Polizei verständigen? Reicht es, wenn ich beim Parken ein Auto beschädige, meine Daten hinter die Windschutzscheibe stecke? Die neun wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema.

1. Muss man immer die Polizei verständigen?
Nein, nur wenn es Verletzte gibt. Entsteht nur Sachschaden und die Unfallbeteiligten können sich mit Name und Anschrift ausweisen (z.B. Zulassungsbescheinigung), reicht das aus. Wer trotzdem die Polizei ruft, muss die so genannte „Blaulichtsteuer“ (Unfallmeldegebühr) in Höhe von 36 Euro bezahlen, unabhängig davon, wer den Unfall verursacht hat.

2. Beschädige ich ein parkendes Auto, reicht es meine Kontaktdaten in die Windschutzscheibe zu stecken?
Wenn der Lenker oder die Lenkerin des beschädigten Fahrzeugs nicht anwesend ist, muss das Kennzeichen notiert und der Schaden sofort bei der Polizei gemeldet werden. „Blaulichtsteuer“ fällt hier nicht an. Hinterlässt der Verursacher des Parkschadens nur einen Zettel oder fährt womöglich weiter und meldet den Vorfall erst Tage später, ist das eindeutig Fahrerflucht. Dafür ist eine Geldstrafe zu bezahlen.

3. Wenn ich den Unfall nicht verursacht habe, muss ich der Versicherung auch nichts melden?
Jeder Schadenfall sollte der Versicherung zeitnah gemeldet werden, egal ob man den Unfall selbst verursacht oder nicht.

4. Entscheidet die Polizei vor Ort darüber wer schuld ist?
Die Polizei entscheidet nicht über die Unfallschuld. In Österreich nimmt sie lediglich den Unfall auf und stellt fest, ob eine strafbare Handlung vorliegt , wie Alkohol am Steuer oder überhöhte Geschwindigkeit. Erst die Versicherung prüft den Unfallhergang, bewertet die Schadenhöhe und klärt die Schuldfrage, wenn notwendig mit einem Sachverständigen.
Im Ausland ist es allerdings möglich, dass das Protokoll und die Beurteilung der Polizei die Grundlage für die Schadenregulierung durch die Versicherung bilden.

5. Was passiert, wenn ich den Alkoholtest verweigere?
Wer den Alkoholtest grundlos verweigert, hat das Nachsehen. Dann geht die Behörde vom schlimmsten Fall, dem höchsten Alkoholisierungsgrad, der bei 1,6 Promille liegt, aus. Neben einer hohen Geldstrafe, Führerscheinentzug und Nachschulungen hat das bei einem Unfall gravierende Auswirkungen auf den Versicherungsschutz. Die geschädigte Person ist abgesichert. Der Unfallverursacher, der den Alkoholtest verweigert, muss damit rechnen, dass die Versicherung Regress nimmt. Das kann mehr als 10.000 Euro ausmachen.

6. Ist man immer schuld, wenn man einem anderen Auto hinten drauf fährt?
Autofahrer müssen zum vorausfahrenden Fahrzeug immer genügend Abstand halten. So viel, dass der Lenker jederzeit anhalten kann, auch wenn das vordere Fahrzeug plötzlich bremst. Das heißt aber nicht, dass der auffahrende Lenker immer schuld ist. Bremst der Vordermann abrupt und ohne zwingenden Grund, kann den Fahrer eine Teilschuld treffen. Das gilt auch, wenn der Lenker auf ein stehendes Fahrzeug, das unbeleuchtet und ungesichert auf der Straße abgestellt wurde, auffährt. Wer den Telematiktarif SafeLine hat, kann durch ein Fahrprotokoll leicht den Unfallhergang rekonstruieren und seine Unschuld beweisen.

7. Wenn ich den Unfall nicht verursacht habe, kann ich trotzdem ins Malus kommen?
Bei manchen Unfällen haftet der Verursacher auch ohne eigenes Verschulden. Ein Beispiel: Trotz ordnungsgemäßer Wartung platzt während der Fahrt der Reifen des Autos. Der Lenker verliert die Kontrolle und fährt in ein anderes Fahrzeug. Die Haftpflichtversicherung zahlt die berechtigten Forderungen der beteiligten Dritten. Diese Versicherungsleistung schlägt sich negativ in der Bonus/Malus-Einstufung nieder.

8. Ist bei einem Unfall nur der Autobesitzer versichert?
Nein, alle Personen, die am Betrieb des Fahrzeugs mitwirken und der Fahrzeughalter damit einverstanden ist, sind bei einem Unfall mitversichert. Alle Fahrzeuginsassen und sogar ein Passant, der den Lenker einweist, genießen ebenfalls Versicherungsschutz. Darunter fällt selbst der Tankwart, der beim Betanken des Fahrzeugs einen Schaden verursacht.


9. Stimmt es das Autos in Notfällen selbst einen Notruf machen können?
Telematik-Systeme, wie das Produkt SafeLine der Uniqa, können automatisch einen Notruf absetzen. Dabei wird der Standort des Fahrzeugs durchgegeben und gleichzeitig die Einsatzkräfte alarmiert. Der Notruf kann sowohl manuell als auch automatisch ausgelöst werden. Das Auto kann so dazu rasch medizinische Erstversorgung so gewährleisten und im Extremfall Leben zu retten.

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