Was Sie beim Grillen beachten müssen

Was Sie beim Grillen beachten müssen

Mehrmals pro Woche grillen die Österreicher im Garten. Ein paar Dinge gibt es beim Braten von Würstl und Co. zu beachten.

Im Sommer hat das Kochen unter freiem Himmel Hochsaison. Doch kaum schmeißt man den Grill an, beschwert sich der Nachbar. Wann ist Grillen im Garten und auf dem Balkon erlaubt? Ein paar Tipps, damit das Braten von Würstl und Gemüse kein rechtliches Nachspiel hat.

Bei den hochsommerlichen Temperaturen bleibt die Küche meistens kalt - oder man verlegt sie nach draußen in den Garten, auf den Balkon oder die Dachterrasse. Grillen hat Hochkonjunktur, gerade die Österreicher sind eine wahre Grillnation. Rund 80 Prozent befeuern regelmäßig ihr Gerät und braten Kotelett und Würstl. 30 Millionen gaben die Österreicher 2013 allein für Grillgeräte aus.

Im eigenen Garten ist Grillen grundsätzlich erlaubt, es sollte jedoch keine massive Lärm- oder Geruchsbelästigung entstehen. Als Brennmaterial darf nur Kohle bzw. Gas verwendet werden. Das Verbrennen von Gartenabfällen ist zum Beispiel verboten. Die Zutaten dürfen außerdem nur in einem Griller zubereitet werden, eine offene Feuerstelle am Boden zu errichten, ist tabu.

Was kann ich mich als Nachbar wehren, wenn mich Rauch oder Lärm stören?

Im Einzelfall kann man nichts dagegen unternehmen, außer man hat es mit einer extremen Rauchentwicklung zu tun. Fühlt man sich regelmäßig durch die Grillerei des Nachbarn gestört und kann dies auch nachweisen, gibt es einen Unterlassungsanspruch.

Wie lange darf ich im Garten grillen?

Generell gibt es keine Regeln, außer die in Österreich gültige Nachtruhe von 22.00 bis 6.00 Uhr morgens. Daneben gelten zwischen 12.00 und 15.00 Uhr, in den Nachtstunden von 20.00 bis 6.00 Uhr, samstags ab 17.00 Uhr und sonntags ganztägig strengere Maßstäbe. Ruhezeiten sind in den Gemeindeordnungen festgelegt.

Was ist in einer Mietwohnung zu beachten?

Ob Grillen im Hof eines Gebäudes erlaubt ist, hängt von der Hausordnung bzw. vom Mietvertrag ab. Dabei ist auch geregelt, wann und wo gegrillt werden darf. Das Grillen auf der Terrasse bzw. dem Balkon ist grundsätzlich erlaubt, soweit die anderen Mieter nicht beeinträchtigt werden. Auf einer Dachterrasse dürfte Grillen kein Problem sein, im ersten Stock eines zehnstöckigen Wohnhauses hingegen schon, wenn der Rauch zum Nachbar zieht. Grillen sollte auch ortsüblich sein: Das heißt, wenn im Hof niemand grillt, dann ist das Grillen dort auch nicht erlaubt. Hält sich ein Mieter nicht daran, kann er mitunter sogar gekündigt werden.

Wie sieht es bei einer Eigentumswohnung aus?

Wer in einer Eigentumswohnung wohnt, muss ebenso die Hausordnung beachten. Diese wird von der Mehrheit der Wohnungseigentümer bestimmt. Es gilt ebenso wie in einer Mietwohnung das Prinzip der Zumutbarkeit und ob Grillen ortsüblich ist. Hält sich ein Wohnungseigentümer nicht an die Regeln oder handelt rücksichtslos, anstößig oder grob ungehörig gegenüber den übrigen Wohnungseigentümern, kann die Mehrheit eine Klage auf Ausschluss einbringen.

Wo darf ich öffentlich oder in der freien Natur grillen?

Laut §40 Forstgesetz ist das Entzünden einer Feuers im Wald verboten. Ebenso nicht erlaubt ist, in Anlagen oder Parks wie dem Augarten, dem Prater oder dem Türkenschanzpark zu Grillen. Gegrillt werden darf in Wien nur an eindeutig ausgewiesenen Grillplätzen, wie etwa an der Neuen Donau oder der Steinbruchwiese im Ottakringer Wald.

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