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Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen. Reuters erhielt von den drei Unternehmen zunächst keine Stellungnahmen zu dem Bericht.
Paramount hatte sein Angebot zuletzt nachgebessert. Zwar blieb der Preis von 30 Dollar (25,29 Euro) pro Aktie unverändert, doch lockt der Konzern nun mit einer zusätzlichen Verzögerungsprämie: Warner-Aktionäre sollen 25 Cent je Anteilsschein für jedes Quartal ab 2027 erhalten, in dem die Transaktion noch nicht abgeschlossen ist. Zudem erklärte sich der CBS-Eigner bereit, die Vertragsstrafe von 2,8 Mrd. Dollar (2,4 Mrd. Euro) zu übernehmen, die Warner bei einem Platzen des Netflix-Deals zahlen müsste. Das Angebot bewertet Warner inklusive Schulden mit 108,4 Mrd. Dollar.
Um den Medienriesen tobt ein erbitterter Bieterkampf. Sowohl der Streaming-Marktführer Netflix als auch Paramount wollen sich den Zugriff auf die renommierten Film- und Fernsehstudios sowie lukrative Marken wie "Game of Thrones", "Harry Potter" und die DC-Comics-Reihe um Batman und Superman sichern. Der aktivistische Investor und Großaktionär Ancora Holdings hatte sich zuletzt auf die Seite von Paramount geschlagen. Der Warner-Verwaltungsrat habe sich nicht ausreichend mit dem Paramount-Angebot auseinandergesetzt.