Europas Leitbörsen schließen ohne klare Richtung

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Starke Zuwächse an der London Stock Exchange
 © APA/APA/AFP/FACUNDO ARRIZABALAGA
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Die europäischen Börsen sind am Donnerstag ohne klare Richtung aus dem Handel ausgeschieden. "Die Angst, dass der blaue Brief aus Washington doch noch kommt, ließ einige Anleger heute erst einmal wieder vorsichtiger werden", fasste Chef-Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets die Stimmung zusammen.

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Während der Euro-Stoxx-50 um geringe 0,14 Prozent auf 5.438,27 Einheiten nachgab, konnte der FTSE-100 angesichts steigender Rohstoffpreise um 1,23 Prozent auf 8.975,66 Einheiten zulegen - der britische Leitindex verzeichnete am heutigen Handelstag neue Rekorde. Der DAX, der am Vortag eine neue Bestmarke aufgestellt hatte, gab um 0,38 Prozent auf 24.456,81 Zähler nach.

Im Branchenvergleich bewegten sich Rohstoffwerte deutlich nach oben, gefolgt von Luxustiteln. Die aktuell hohen Kupferpreise kämen kurzfristig den großen Produzenten zugute, während Befürchtungen über eine längerfristige US-Importsteuer zu schwinden schienen, sagte Susannah Streeter, Leiterin des Bereichs "Money and Markets" von Hargreaves Lansdown. Im rohstofflastigen FTSE-100 legten Rio Tinto am deutlichsten zu, und zwar um vier Prozent.

Unter den Luxuswerten waren Pernod Ricard und LVMH gefragt. Der Hersteller von Spirituosen, für den China ebenfalls von großer Bedeutung ist, profitierte mit einem Kursplus von 3,7 Prozent. LVMH verteuerten sich um 3,5 Prozent.

Dagegen tiefer zeigten sich Aktien aus dem Banken- und Versicherungssektor. Besonders spanische Geldhäuser gerieten unter Druck. Santander verloren 2,8 Prozent. Die Titel der Caixabank sanken um 2,7 Prozent und jene von BBVA um 1,8 Prozent.

In Zürich sackten die Papiere von Barry Callebaut rund 13,4 Prozent ab. Der Schokoladenproduzent hatte in den ersten neun Monaten seines Geschäftsjahres massiv an den hohen Kakaopreisen zu kauen. So machte er zwar klar mehr Umsatz als in der Vorjahresperiode, verkaufte aber insgesamt weniger Schokolade. Zudem senkte der Konzern erneut seine Ziele für das Gesamtjahr.

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