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Beim Branchenvergleich zeigten sich Technologiewerte, die ihre Erholungsgewinne vom Vortag wieder einstellten, tiefer. Der Sektor sah kürzlich häufige Schwankungen, ausgelöst durch Ängste einer Überbewertung der KI-Branche. Die anstehenden Quartalsberichte von Alphabet und Tesla nach Börsenschluss in den USA können weiter Auskunft geben, wie die AI-Rally zukünftig einzuschätzen ist.
Dass neben dem KI-Boom auch geopolitische Risiken ein Thema am Markt bleiben dürften, verdeutlicht inzwischen der Brent-Ölpreis, der wieder in Richtung 100-Dollar-Marke stieg. Drohungen der Houthis, Angriffe auf Schiffe im Roten Meer zu verüben verschärften die Bedenken bezüglich Öl-Lieferketten. Hintergrund sind die anhaltenden Angriffe der USA auf den Iran. In der Nacht auf Mittwoch wurde erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg in der Hauptstadt Teheran wieder die Flugabwehr aktiviert.
Vor diesem Hintergrund fanden sich auch Versorger- und Ölaktien unter den größten Gewinnern, während sich Rüstungswerte weiter erholten. Im Euro-Stoxx gewannen Eni und Rheinmetall 1,3 bzw. zwei Prozent. An der Spitze standen jedoch nach der Meldung von Quartalszahlen die Aktien von Airbus die um sieben Prozent anzogen. Analysten lobten die Mittelfristziele des Flugzeugbauers.
Gesucht waren auch Lebensmittelwerte. Hier stützte, dass die Titel des Branchenschwergewichts Nestle um über zwei Prozent auf den höchsten Stand seit Mitte 2025 stiegen. Jefferies hatte die Empfehlung für die Papiere auf "Buy" angehoben und das Kursziel auf 99 Franken erhöht, was noch mal deutliches Potenzial zu den aktuell knapp 87 Franken eröffnet. Nach Ansicht der Analysten lassen die Auswirkungen von Fehlentscheidungen im Jahr 2022, die sich in den folgenden drei Jahren auswirkten, nach.
Bankenwerte waren ebenfalls gefragt. Die spanische Santander hatte im zweiten Quartal dank höherer Zinsen und anderer Erträge den Kurs auf mehr Gewinn im Gesamtjahr gehalten. Beim Gewinn übertraf sie durchweg die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Die Aktie kletterte um 1,4 Prozent.