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Lebensmittel legten um 2,1 Prozent zu, nach plus 0,8 Prozent im Dezember. "Darüber hinaus wirkt sich der Preisauftrieb bei Dienstleistungen auch im Jänner erhöhend auf die Inflationsrate aus." Von Dezember auf Jänner stiegen die Preise insgesamt um 0,1 Prozent. In Österreich hat sich der Preisauftrieb im Jänner hingegen stark abgeschwächt - laut Schnellschätzung der Statistik Austria lag die Inflationsrate bei 2,0 Prozent.
Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation, lag in Deutschland bei 2,5 Prozent. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent an. Die nach europäischen Standards berechnete deutsche Inflationsrate betrug im Jänner 2,1 Prozent. Die EZB hat ihren Leitzins von Mitte 2024 bis Mitte 2025 achtmal auf zwei Prozent gesenkt, weil der Preisdruck insgesamt nachgelassen hat. Die meisten Experten gehen davon aus, dass sie ihren Leitzins auch in den kommenden Monaten nicht verändern wird.
Die Geldpolitik-Expertin Silke Tober vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung sagte: "In der aktuellen Lage ist eine weitere Zinssenkung überfällig, zumal der Euro deutlich stärker ist als von der EZB in ihren Prognosen unterstellt." Die EZB sollte auch mit Blick auf die angestrebte stärkere internationale Rolle des Euro zügig handeln. "Denn diese setzt Vertrauen in eine robuste Wirtschaft und in eine konjunkturgerechte sowie proaktive Geldpolitik voraus."