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Quantenforscherin ist „Wissenschaftlerin des Jahres“

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 © Roland Ferrigato

Francesca Ferlaino: „Wissen ist ein gemeinsames Gut, das generationenübergreifend kollektiv entsteht".

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Francesca Ferlaino forscht seit zwei Jahrzehnten an der Universität Innsbruck sowie am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

Der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen hat die Quantenforscherin Francesca Ferlaino als „Wissenschafterin des Jahres 2025“ ausgezeichnet.

„Grundlagenforschung ist der Motor unserer Zukunft: Wissen ist ein gemeinsames Gut, das generationenübergreifend kollektiv entsteht, und sein wahrer Wert liegt nicht nur in seiner heutigen Anwendbarkeit, sondern in den Möglichkeiten, die es morgen eröffnen kann“, betonte Ferlaino bei der Preisverleihung. Wissenschaft bedeutet in ihren Augen nicht nur Entdeckung, sondern auch Verantwortung: „Unsere Aufgabe als Wissenschafterinnen und Wissenschafter ist es, Wissen mit wissenschaftlicher Strenge und Neugier zu verfolgen und es ehrlich zu vermitteln – ohne Vereinfachung oder Überhöhung“, so die Ausgezeichnete anlässlich der Preisverleihung am 7. Jänner.

Die gebürtige Neapolitanerin studierte in ihrer Heimatstadt und in Triest Physik. Als Doktorandin und als Post-Doc war sie an der Universität Florenz und am European Laboratory for Non-linear Spectroscopy (LENS) in Florenz tätig. 2006 kam sie als Gastwissenschafterin an die Universität Innsbruck und erhielt im Jahr darauf ein Lise-Meitner Stipendium des Wissenschaftsfonds FWF. 2009 wurde sie mit dem begehrten START-Preis des FWF ausgezeichnet und konnte einen Starting Grant des European Research Council (ERC) einwerben. Seit 2014 ist sie wissenschaftliche Direktorin am Innsbrucker Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und Professorin an der Universität Innsbruck. Seither erhielt sie zwei weitere Grants des ERC und zahlreiche weitere Auszeichnungen. Sie leitet eine Reihe von FWF-geförderten Projekten und ist im Board of Directors des Exzellenzclusters „Quantum Science Austria“ vertreten. Seit 2021 ist Ferlaino auch Mitglied der ÖAW. Darüber hinaus engagiert sie sich in dem von ihr gegründeten Netzwerk atom*innen für Frauen in der Physik.

 Ihr aktueller Schwerpunkt liegt bei der Erforschung von Quantengasen bei ultrakalten Temperaturen, wenige Nanokelvin über dem absoluten Nullpunkt. Ihr gelang als eine der ersten im Labor die Beobachtung eines supersoliden Zustands – eines neuartigen Quantenzustands, der zugleich fest geordnet ist und ohne Reibung fließt.

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