IQ + EQ × VQ = zukunftsfit

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Schüler sind weitaus positiver gestimmt, als es die derzeitige Lage wohl vermuten lässt. Von Pessimismus nicht die Spur.©iStockphoto
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Karrierestudien zeigen, dass der Intelligenzquotient (IQ) zumindest für Spitzenpositionen in unserer Leistungsgesellschaft eine Grundvoraussetzung ist, allerdings mit abnehmendem Grenznutzen. Zu viel Analyse im Management kann sogar zu Paralyse führen. Der EQ, die Summe aller emotionalen und sozialen Kompetenzen, wird in der Welt von morgen sicher noch wichtiger werden. Zusätzlich zum IQ und EQ gibt es einen weiteren Faktor, der als Multiplikator für alle anderen Fähigkeiten wirkt: der Vertrauens-Quotient (VQ).

Die Zukunft ist etwas, das meistens schon da ist, bevor wir es erkennen. Deshalb habe ich mich heuer auf die Reise gemacht und bei jenen nachgefragt, die unsere Welt von morgen gestalten werden: bei begabten jungen Menschen in Österreich und Deutschland. Die Ansichten und Ideen der Jungen wurden noch nicht abgeschliffen durch die Erfahrungen im Laufe des Lebens. Ihr ungetrübter Blick auf die Welt von morgen kann uns als Quelle der Inspiration dienen.

Manche ihrer Ansichten, Visionen und Ideen sind sehr idealistisch und nicht eins zu eins auf die Herausforderungen, vor denen wir Erwachsenen heute stehen, übertragbar. Daher habe ich die aus den Gesprächen mit den Jungen gewonnenen Erkenntnisse mit der Lebenserfahrung der besonderen Menschen, die ich in meinem Leben kennenlernen durfte, verschmolzen. Entstanden ist ein subjektives, auch von meinen persönlichen Einschätzungen geprägtes Bild davon, was wir heute von der kommenden Generation lernen können, um morgen noch mitgestalten zu können.

Nachdem ich 21 Zukunftsfähigkeiten herausgearbeitet hatte, raubte mir eine Frage den Schlaf: Gibt es ein gemeinsames Muster, das alle jungen Menschen, mit denen ich gesprochen habe, verbindet?

Beim Nachdenken habe ich mich erinnert, welche Freude es war, mit diesen jungen Menschen zu reden und ihre positive Energie zu spüren. Trotz aller Krisen war kein Pessimismus bemerken. Viele waren besorgt, was die Zukunft der Welt betrifft, aber sie sahen ihre eigene durchwegs zuversichtlich. Ich erkannte, dass das genau die Einstellung ist, die nicht nur die besonders begabten Jungen auszeichnet, sondern fast alle Menschen, die ihr Leben gut bewältigen. Diese Grundhaltung gleicht einem offenen Geheimnis, sie ist uns nur oft nicht bewusst:

Das geht weit über positives Denken und Optimismus hinaus. Hätte ich die Möglichkeit, allen trend-Leserinnen und -Lesern zu Silvester einen Zaubertrank in ihr Sektglas zu mischen, der eine Kraft in ihnen für das Jahr 2024 verdoppelt, so wäre das Vertrauen ins eigene Leben.

Waren alle meine Gesprächspartner mit einem hohen Grundvertrauen ausgestattet? Offensichtlich nicht. Die wichtigste Erkenntnis meiner Recherchen lautet: Es existiert eine Brücke zwischen dem Wissen über unsere eigenen Fähigkeiten und dem Vertrauen ins Leben. Selbst wer in der Kindheit nur mit einem geringen Grundvertrauen startet, kann sich dieses im Laufe seines Lebens erarbeiten. Jede Form von positiven Erfahrungen und unterstützenden Beziehungen trägt dazu bei. Man kann die Brücke daher auch von der Seite der Erfolgserlebnisse betreten, welche einem durch das Erkennen der eigenen Fähigkeiten gelingen. Je besser jemand diese Möglichkeiten nutzt, desto stärker findet er durch Anwendung seiner Talente Vertrauen ins Leben. Das ermöglicht dann auch in einer ungewissen Zukunft sein Bestes leisten zu können.

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