Probleme bei der Paketzustellung: Das sind Ihre Rechte

Probleme bei der Paketzustellung: Das sind Ihre Rechte

Pakete kommen beschädigt an. Wer haftet? Diese und andere rechtliche Fragen werden geklärt.

Gerade vor Weihnachten werden viele Pakete zugestellt. Doch dabei können zahlreiche Probleme auftreten. Etwa wenn die Ware nicht ankommt oder beschädigt ist. 7 Fragen und Antworten rund um das Thema Paketzustellung.

Gerade vor Weihnachten werden viele Pakete zugestellt. Doch dabei können zahlreiche Probleme auftreten. Etwa wenn die Ware nicht ankommt oder beschädigt ist. 7 Fragen und Antworten rund um die Rechte bei Paketzustellungen.


1. Wer haftet für Transportschäden oder Verlust einer bestellten Ware?
Das Unternehmen haftet. Es sei denn, ein anderer Beförderer wurde auf eigenen Wunsch vereinbart. In diesem Fall trägt der Verbraucher ab Übergabe der Ware an den gewählten Lieferdienst auch das Risiko, falls das Paket beschädigt wird oder verloren geht.


2. Darf ein Zusteller das Paket auf die Terrasse oder vor die Tür stellen?
Das kommt in der Praxis oft vor, darf aber eigentlich nicht sein, wenn man nicht explizit die Erlaubnis dafür gegeben hat. Falls das Paket dann verloren geht oder beschädigt wird, ist aber der Versender dafür verantwortlich. Auf der sicheren Seite sollte man bei Zustellung mittels Post sein: Denn diese muss zwingend an eine Abgabestelle liefern. Bei anderen Zustellern kann das aber anders geregelt sein.


3. Gilt die Abgabe an einen Nachbarn als „rechtmäßig zugestellt“?
Es ist nicht einheitlich geregelt, an wen Pakete ersatzweise übergeben werden können. Paketdienste handhaben dies unterschiedlich. Die Post sieht in ihren Geschäftsbedingungen beispielsweise vor, dass Pakete auch an Hausnachbarn übergeben werden können. Wenn man das ausschließen will, muss beim Postamt dagegen Einspruch erhoben werden.


4. Ist man für die Gefälligkeit eines übernommenes Paket verantwortlich?
Nein. Daraus entstehen keine besonderen Verpflichtungen. Das übernommene Paket darf allerdings weder geöffnet, noch der Inhalt verwendet werden.


5. Wer trägt die Kosten für das Rückporto?
Wenn Konsumenten bei einer online bestellten Ware von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch machen, dann müssen sie die Rücksendekosten tragen. Oft übernimmt aber die Firma die Kosten. Hat der Unternehmer jedoch nicht darüber informiert, dass der Verbraucher die Kosten zu tragen hat, muss dieser selbst dafür aufkommen. Anders geregelt ist dies bei einer Rücksendung im Gewährleistungsfall, wenn also die bestellte Ware beschädigt oder zugesicherte Eigenschaften nicht erfüllt. Dann muss der Händler die Kosten der Rücksendung tragen.


6. Muss die Ware originalverpackt zurückgeschickt werden?
Nein. Die Ware muss aber so zurückgeschickt werden, dass sie unversehrt beim Empfänger ankommt.


7. Wo leistet bei Problemen rechtliche Hilfe?
Bei einem Problem mit einem Händler im EU-Ausland kann man sich kostenlos an das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) in Österreich wenden (Tel. 01/58877 81, www.europakonsument.at). Bei Problemen mit einem Zustelldienst dient die Postschlichtungsstelle bei der Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) als Ansprechpartner oder Ihre Rechtsschutz-Gesellschaft.

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