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Hackerattacken weltweites Unternehmensrisiko Nummer eins

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Achtung, das Finanz schaut mit! Wer, wann, welche Kontobuchungen vornimmt - der Fiskus hat auf diese Daten Zugriff.
Achtung, das Finanz schaut mit! Wer, wann, welche Kontobuchungen vornimmt - der Fiskus hat auf diese Daten Zugriff.©leolintang
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Die Cyberkriminalität ist für Unternehmen zur größten Bedrohungen geworden, noch vor Betriebsunterbrechungen oder Zollkonflikten. Und der Schutz der IT vor Hackern wird immer teuer, hat die Allianz-Versicherung in einer weltweiten Erhebung herausgefunden.

Hackerangriffe und Cyberkriminalität sind nach einer Studie der Allianz für Unternehmen rund um den Globus zur größten Bedrohung geworden. Im neuen "Risikobarometer" des Versicherers liegen Cyberattacken auf Platz eins der möglichen Bedrohungen (mit 39 Prozent), gefolgt von Betriebsunterbrechungen (37%) und "rechtlichen Veränderungen", wie Handelskonflikten, Zöllen, Sanktionen, Brexit und anderen politischen Risiken.

Der Klimawandel rangiert auf Platz sieben der Geschäftsrisiken, in der häufig von Naturkatastrophen heimgesuchten Region Asien/Pazifik sogar schon auf Platz drei. Die für die Industrieversicherung zuständige Sparte AGCS befragte für die am Dienstag veröffentlichte Studie rund 2.700 Fachleute für Unternehmensgefahren in mehr als 100 Ländern, externe und interne Führungskräfte, Risikomanager sowie Versicherungsmakler und -experten.

Cyberkriminalität kostet die Unternehmen laut Studie rund 600 Milliarden Dollar (520 Milliarden Euro) pro Jahr, gegenüber 445 Milliarden Dollar (385 Milliarden Euro) im Jahr 2014 (Quelle: Center for Strategic and International Studies). Dem gegenüber steht ein durchschnittlicher wirtschaftlicher Schaden von 208 Milliarden Dollar (180 Milliarden Euro) aus Naturkatastrophen über die letzten zehn Jahre – also nur rund ein Drittel.

Bei den IT-Gefahren stellte AGCS-Manager Jens Krickhahn vor allem die Erpressung heraus. Die Cyberkriminellen verschlüsseln mit Hilfe von Schadsoftware ("Ransomware") Firmenrechner und verlangen anschließend Geld für die Entschlüsselung. Das Phänomen ist seit Jahren bekannt, doch verlangen die Angreifer laut Allianz immer höhere Summen. Nach Worten Krickhahns waren noch vor wenigen Jahren 10.000 bis 20.000 Euro übliche Summen, inzwischen werden zweistellige Millionensummen verlangt.

Die Attacken sind laut Allianz häufig gut vorbereitet. Zuerst spionieren die Täter mit Hilfe von Spionage-Software E-Mails und Finanzdaten aus, bevor im zweiten Schritt die Verschlüsselungs-Software installiert wird. Ein als äußerst gefährlich geltender Trojaner ist das Schadprogramm "Emotet", vor der auch das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eindringlich warnt. "Emotet" späht vertrauliche Kontaktdaten aus und kann weitere Schadprogramme wie die Erpresser-Software "Ryuk" und den Banking-Trojaner "Trickbot" installieren, die Netze verschlüsseln und Bankdaten ausspähen.

Vor einem Jahr teilten sich Cyberattacken im Risikobarometer noch mit Betriebsunterbrechungen den Spitzenplatz, inzwischen liegen die IT-Gefahren erstmals allein an erster Stelle. Doch auch die Betriebsunterbrechung - das ist der Stillstand eines ganzen Unternehmens oder wesentlicher Bereiche - geht häufig auf Hackerangriffe zurück.

Für Österreich besonders beunruhigend ist im Ranking der Länder mit "Top-Risks" gelistet zu sein, Neben elf anderen Ländern zählt Österreich offenbar zu den Topzielen bei Cyberattacken. Zu den andern Top-Risiko-Länder zählen Belgien, Frankreich, Indien, Malaysia, Südafrika, Südkorea, Schweden, Schweiz, Großbritannien und die USA.

Die Sorge vor "rechtlichen Veränderungen" wie Zöllen und Sanktionen nimmt in Zeiten des US-chinesischen Handelskonflikts ebenfalls zu, diese rückte in der Risiko-Rangliste vom vierten auf den dritten Platz vor. Auf den Plätzen vier, fünf und sechs: Naturkatastrophen, Marktentwicklungen und Feuer beziehungsweise Explosionen.

Der Klimawandel an siebenter Stelle gewinnt als Unternehmensrisiko ebenfalls an Bedeutung, vor einem Jahr war es noch Platz acht. Viele Unternehmen fürchten demnach steigende Sachschäden. So wurde Japan im vergangenen Jahr von schweren Taifunen heimgesucht, die Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe anrichteten.

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