Die 10 mächtigsten Frauen der internationalen Geschäftswelt

Langsam brechen auch die verkrusteten Männerdomänen in den Führungsetagen internationaler Top-Konzerne auf. Immer mehr Frauen rücken in Führungs- und Vorstandspositionen vor. Zehn toughe Frauen, die zu den neuen Role-Models der Wirtschaft gehören.

Die 10 mächtigsten Frauen der internationalen Geschäftswelt

Leadership kennt kein Geschlecht: Immer mehr Frauen rücken in Top-Managements und in CEO-Positionen auf.

Helga Rabl-Stadler, die Präsidentin der Salzburger Festspiele und trend Frau des Jahres 2020, war viele Jahre lang eine Gegnerin von Frauenquoten und hielt es für absurd, dass Quoten etwas regeln sollten. Mittlerweile hat sie ihre Meinung dazu geändert. "Ich bin heute keine Gegnerin von Frauenquoten mehr, mir geht es einfach zu langsam. Man muss die Quote als Rute haben", erklärte sie im Gespräch mit dem trend im Dezember 2020.

Der Frust der Festspiel-Präsidentin ist verständlich. Dass im Jahr 2021 immer noch über Geschlechterparität, und schlimmer noch um Quoten - besonders in Führungs- und entscheidungsrelevanten Positionen - diskutiert werden muss ist gelinde gesagt eine Niederlage. Doch die Ergebnisse der neuen, von der Boston Consulting Group für den trend erstellten Studie zur Gender Diversity in Österreichs Top-Unternehmen lassen keinen anderen Schluss zu.

Zumindest zeichnet sich mittlerweile etwas Licht am Ende des Tunnels ab, auch wenn Österreich im internationalen Vergleich weit hinterherhinkt. In den letzten Jahren sind vermehrt Frauen an die Spitze internationaler Top-Konzerne gelangt. Auch in Branchen, die als klassische Männerdomänen galten brechen die verkrusteten Strukturen nach und nach auf und Frauen rücken in Führungs- und Vorstandspositionen vor. Starke Frauen wie Mary Barra, CEO des US-Automobilgiganten General Motors, Martina Merz, Aufsichtsratschefin des Stahlkonzerns ThyssenKrupp oder Emma Walmsley, Vorstandsvorsitzende des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline sind gehören zu den Role-Models einer selbstbewussten Frauengeneration, die sich mit der zweiten Hierarchie-Ebene nicht mehr begnügen will.

Slideshow

Die 10 mächtigsten Business-Frauen der Welt

Julie Sweet, CEO Accenture

Sie wurde vom US-Magazin Fortune zur mächtigsten Frau Business-Lady der USA gekürt. Sweet regiert den Management- und IT-Beratungskonzern Accenture und ist damit CEO von rund einer halben Million Mitarbeitern in 120 Ländern. Ihr wichtigster Leitspruch ist: "Wenn du hart arbeitest, kannst du alles erreichen.“

Mary Barra: CEO General Motors

Die Ingenieurin mit einem Master in Wirtschaft hat vor ihrer Berufung an die GM-Spitze 2014 alle Facetten des Autoherstellers kennengelernt: Sie hatte die Produktion überwacht, die Produktentwicklung geleitet, war im Aufsichtsrat und Vizepräsidentin. Einer ihrer ersten Handlungen als CEO war, die Lohnungleichheiten zwischen Männern und Frauen zu beseitigen. Sie war mit dem Versprechen angetreten, keine Schrottkisten mehr zu bauen. Als CEO machte sie den Konzern nachhaltig profitabel, schloss unrentable Werke, eliminierte das chronisch defizitäre Europageschäft und konzentrierte sich auf profitable Segmente wie Pick-ups. Unter ihrer Führung begann General Motors Milliarden in E-Mobilität und selbstfahrende Autos zu investieren.

Konsequent und zielorientiert

Als Unternehmens- und Konzernlenkerinnen stehen die Business-Ladys der Welt ihren männlichen Pendants um nichts nach und haben Milliarden-Konzerne mit teilweise Hunderttausenden Mitarbeitern fest im Griff. Judith McKenna, Präsidentin und CEO des internationalen Arms der US-Supermarktkette Walmart, ist etwa der Big-Boss von 700.000 Mitarbeitern. Die Juristin Julie Sweet führt als CEO das multinationale Management- und IT-Beratungsunternehmen Accenture mit einer halben Million Mitarbeitern und Carol Tomé gibt als CEO beim globalen Paketdienstleister UPS den Ton an.

Mit Konsequenz und Risikobereitschaft gehen sie ihren Weg. GM-Chefin Barra ist es gelungen, das Ruder bei dem Automobilkonzern herumzureißen, das Unternehmen nach vielen verlustreichen Jahren wieder in die Gewinnzone zu bringen und für die Zukunft auszurichten. Wenig Scheu, Probleme anzugehen hat auch GlaxoSmithKline-CEO Walmsley, die den Pharmakonzern radikal umstrukturierte und einen Teil des Unternehmens mit Konkurrent Pfizer. Dass sie als Frauen dabei vielleicht auch unter besonderer Beobachtung stehen und diese exponierte Position nicht immer bequem und angenehm ist, das ist ihnen zugleich auch ein Ansporn und Motivation. Das Credo der Accenture-Chefin Julie Sweet dazu: "Wenn man sich als Führungskraft in einer komfortablen Situation fühlt, treibt man sich selbst und wahrscheinlich auch das Business zu wenig voran."

Dietrich Mateschitz bei Formel 1 Tests in Jerez, 2015

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