RBI-Aktionäre: Rumänien hui, Addiko pfui

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Der scheidende RBI-Chef Johann Strobl stand Rede und Antwort.

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Die Übernahmeobjekte der Raiffeisenbank International wurden bei der Hauptversammlung von den Aktionären höchst unterschiedlich bewertet.

Die Aktionärsvertreter der Raiffeisen Bank International (RBI) haben sich auf der Hauptversammlung (HV) zu Angebotsplänen für die Addiko Bank skeptisch gezeigt. Das Angebot von 23,05 Euro je Aktie liege unter dem aktuellen Aktienkurs von rund 26 Euro und sei daher „vielleicht nicht besonders erfolgversprechend", sagte der Präsident des Interessensverbandes für Anleger (IVA), Florian Beckermann.

Geografisch würde der Zukauf der Addiko Bank Sinn machen, der Verkauf der Teile in Serbien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro würde aber die Konkurrenz in Serbien wieder stärken, so der IVA-Präsident weiter. Aufsichtsratschef Erwin Hameseder sagte eingangs in der HV, das Ziel des Zukaufs sei die „Stärkung der Position in Kroatien und der Wiedereintritt in den Markt in Slowenien". Konzernchef Johann Strobl wies außerdem darauf hin, dass eine Übernahme ein Weg sei, „um eine schwierige Situation zu bereinigen".

Die Addiko Bank kämpft seit längerem mit einer unübersichtlichen Eigentümerstruktur, was unter anderem zum Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB) und zur Aussetzung der Dividende für die Jahre 2024 und 2025 geführt hatte. Nach dem Plan der RBI soll das Addiko-Geschäft in Serbien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro an den derzeitigen serbischen Addiko-Aktionär Alta Pay gehen.

Positiver wurde bei den Aktionärsvertretern der Zukauf der BBVA-Tochter Garanti in Rumänien bewertet. Mit diesem treibe die RBI ihre Wachstumsgeschichte wieder voran und zeige, wie es mit dem Institut weitergehen soll, so Beckermann. Für Strobl ist der Garanti-Zukauf „eine gute Gelegenheit, zusätzlich zum organischen Wachstum Kunden zu gewinnen und die Infrastruktur, die wir dort haben, besser auszulasten".

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