Pfand als Alltagsproblem: Wiener Start-up bringt System ins Leergut

In Kooperation mit bringbag®
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Gernot Glasl, Gründer von bringbag®

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bringbag® ist das erste patentierte Ordnungssystem für den neuen Pfandalltag – für sauberes, platzsparendes Sammeln und bequemes Zurückbringen von PET-Flaschen und Getränkedosen. 

Seit der Einführung des Einweg-Pfandsystems hat sich der Alltag vieler Menschen spürbar verschoben. Leere Flaschen und Dosen werden nicht mehr „nebenbei“ entsorgt, sondern gesammelt, zwischengelagert, transportiert – und schließlich zurückgebracht. In der Theorie klingt das nach geordnetem Kreislauf. In der Praxis ist es oft ein Mix aus gutem Vorsatz und fehlender Infrastruktur: Plastiksäcke reißen, Einkaufstaschen kippen um, Dosen laufen aus. Und am Ende bleibt das, was im Pfand-System nicht vorgesehen ist: klebriger Frust in Wohnung, Keller, Büro oder Kofferraum.

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 © bringbag®

Pfand-Routine braucht ein System – nicht Improvisation

Viele Konsument:innen reagieren pragmatisch: Flaschen werden in Kartons gestapelt, in Säcken gesammelt oder lose im Auto transportiert. Funktioniert – bis es nervt. Denn diese Lösungen sind selten hygienisch, nicht wirklich platzsparend und vor allem nicht für regelmäßige Rückgabe gemacht. Pfand ist kein Einmalprojekt, Pfand ist Wiederholung. Und genau da beginnt das Alltagsproblem.

Start-up bringbag® will das Leergut „alltagstauglich“ machen

Genau hier setzt bringbag® an. Das österreichische Startup hat ein Ordnungssystem entwickelt, das auf die neuen Anforderungen des Pfandsystems zugeschnitten ist. Ziel: Pfandgebinde so zu sammeln und zurückzubringen, dass es im Alltag nicht mehr nach Chaos aussieht – und sich auch nicht so anfühlt.

„Das Pfandsystem hat das Verhalten der Menschen verändert, aber keine Lösung für den Alltag mitgeliefert“, sagt Gernot Glasl, Gründer von bringbag®. „Viele wollen alles richtig machen, aber sie haben schlicht keine geeignete Möglichkeit, Flaschen und Dosen ordentlich, platzsparend und sauber zu sammeln und zu transportieren. Genau diese Lücke wollten wir schließen.“

Flaschen fixiert statt gestapelt: Ein Board als Ordnungskern

bringbag® setzt auf ein leichtes, stabiles Kartonboard, in das PET-Flaschen gängiger Größen am Flaschenhals eingehängt werden. Der Effekt ist simpel, aber entscheidend: Die Flaschen bleiben fixiert, geordnet und lassen sich liegend – also parallel zum Boden – transportieren. Weniger Kippen, weniger Durcheinander, weniger „Umsortieren“ kurz vor dem Automaten.

Dosen sind der Problemfall – bringbag® setzt auf Silikon-Adapter

Noch heikler als Flaschen sind im Pfandalltag Dosen: nicht verschließbar, oft mit Restflüssigkeit, schnell geruchsintensiv. bringbag® löst das mit speziellen Silikon-Adaptern, die in das System eingesetzt werden. Laut Unternehmen sind sie abwaschbar und spülmaschinenfest – und sollen sowohl das Auslaufen der Restflüssigkeit als auch unangenehme Gerüche verhindern. Das Ziel ist ein Pfand-Handling, das nicht in der Tasche, im Auto oder im Büro „weiterlebt“ – und auch nicht an den Händen.

„Gerade bei Dosen gab es bisher keine praktikable Lösung“, erklärt Gernot Glasl, Gründer von bringbag®. „Sie lassen sich nicht wiederverschließen, laufen aus und sorgen für Schmutz. Mit unseren Dosenadaptern bleibt alles dort, wo es hingehört – und das Zurückbringen geht schneller, weil nichts umgefüllt oder nachgereinigt werden muss.“

Modular gedacht: mehr Flaschen oder mehr Dosen – je nach Realität

Ein weiterer Punkt: Pfand ist nicht überall gleich. Manche Haushalte sammeln fast nur PET, andere vor allem Dosen. In Büros hängt es davon ab, was im Kühlschrank steht. Der bringbag® lässt sich deshalb individuell bestücken: je nach Bedarf mehr Flaschen oder mehr Dosen – flexibel, modular und für die Routine gedacht, nicht für die Ausnahme.

Zielgruppe: urbane Haushalte – und Orte, wo Pfand „nebenbei“ anfällt

bringbag® adressiert urbane Haushalte, Familien, Berufstätige und Unternehmen, in denen regelmäßig Getränke konsumiert und Pfand gesammelt wird: Büros, Agenturen, Co-Working-Spaces oder Werkstätten. Das System ist leicht und kompakt und soll so konzipiert sein, dass man es auch ohne Auto nutzen kann – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Komfort als Hebel: Wenn’s sauber ist, wird’s Routine

Neben dem funktionalen Nutzen spielt auch die emotionale Seite mit: Wer Pfand sauber, geordnet und ohne klebrige Hände zurückbringen kann, erlebt Recycling weniger als lästige Pflicht – und eher als Teil des normalen Ablaufs.

„Wir wollen nicht erklären, wie Recycling funktioniert – das wissen die Menschen längst“, sagt Gernot Glasl, Gründer von bringbag®. „Wir wollen den Umgang mit dem Pfandsystem im Alltag einfacher, sauberer und angenehmer machen.“

Rollout im Handel

bringbag® ist laut Aussendung bereits in ersten österreichischen Handelsketten erhältlich und soll in den kommenden Monaten weiter ausgerollt werden. Das Startup versteht sich dabei nicht nur als Produkthersteller, sondern als Lösungsanbieter für ein neues Alltagsproblem.

Weitere Infos zu Bestellmöglichkeiten finden sich auf bringbag.at.

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