Wienerberger kauft Keramikproduzenten Italcer-Group

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Der Zukauf soll mittelfristig 100 Mio. Euro mehr EBITDA bringen
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Der österreichische Baustoffkonzern Wienerberger baut sein Renovierungsgeschäft aus und übernimmt die Italcer-Gruppe, einen Erzeuger von Keramikprodukten mit Standorten in Italien und Spanien. Eine diesbezügliche Vereinbarung sei unterschrieben worden, gab das Unternehmen am Dienstag bekannt. Italcer habe 2025 einen Umsatz von rund 350 Mio. Euro erwirtschaftet. Abgeschlossen werden soll die Transaktion im zweiten Quartal 2026.

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Genaue Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Mittelfristig werde das Unternehmen über 100 Mio. Euro zum operativen Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) beitragen, erwartet Wienerberger. Im ersten Schritt kauft der Bauriese eine Mehrheit von 50 Prozent plus eine Aktie an dem Unternehmen. 2027 könne dann eine Kaufoption für den Rest der Anteile ausgeübt werden. Die Übernahme werde mit Barmitteln und Bankkrediten finanziert und stehe noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.

Die Italcer Group stellt keramische Produkte für den Innen- und Außenbereich her und beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Stark ist das Unternehmen laut Wienerberger vor allem im Segment der kleinen und sehr kleinen Fliesen sowie im Bereich großformatiger Keramikplatten. Der CEO Graziano Verdi werde im Unternehmen bleiben und die Geschäftstätigkeit weiter ausführen.

Für 2026 erwartet Wienerberger ein nur leicht verbessertes EBITDA von rund 760 Mio. Euro, nach 754 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2025. Die geopolitische und makroökonomische Volatilität dürften auch heuer anhalten. "Eine strukturelle Erholung im Wohnungsneubau ist ebenso wenig absehbar wie eine breite Marktbelebung", so das Unternehmen. Vor allem das erste Halbjahr sei von einem langen Winter in allen Märkten beeinflusst gewesen. Ab dem Sommer 2026 rechnet Wienerberger aber mit einer Erholung.

2025 erzielte der Konzern einen Umsatz von rund 4,6 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 168 Mio. Euro, nach 84 Mio. Euro im Jahr davor. Je Aktie lag der Gewinn bei 1,52 Euro (2024: 0,72 Euro je Aktie).

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