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Der Rückgang beim Vorsteuerergebnis um rund 40 Prozent ist auf den Wegfall von Sondereffekten im Finanzergebnis zurückzuführen. Im Vorjahr hatte der Verkauf der Beteiligung am tschechischen Unternehmen Innomotics das Ergebnis noch stark angehoben. Das Betriebsergebnis stieg hingegen von 66,4 Mio. auf 79,8 Mio. Euro, was primär auf höhere Erträge aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken zurückgeht. Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand aus dem Bilanzgewinn eine Dividendenausschüttung von 357,6 Mio. Euro vor, die noch von der Hauptversammlung bestätigt werden muss.
Auf operativer Ebene steht ein Einschnitt am Standort Wien bevor. Wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht, wird das Werk für industrielle Stromversorgungen bis Ende des Kalenderjahres 2026 schrittweise stillgelegt. Die Leitung dieses weltweiten Geschäfts - inklusive des Forschungs- und Entwicklungszentrums sowie des Produkt- und Qualitätsmanagements - soll jedoch weiterhin in Wien verbleiben.
Über alle österreichischen Siemens-Gesellschaften hinweg erwirtschaftete der Konzern im selben Zeitraum mit 9.400 Beschäftigten einen Umsatz von 3,8 Mrd. Euro, was einem Plus von 15 Prozent entspricht. Das Fremdeinkaufsvolumen dieser Gesellschaften belief sich auf über 1,1 Mrd. Euro, wovon etwa 4.200 Lieferanten aus Österreich profitierten.
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet das Unternehmen mit weiterem Wachstum. Das konzernweite Programm "ONE Tech Company" soll den Kundenfokus stärken und Innovationen beschleunigen. Im Bereich der intelligenten Infrastruktur erwartet Siemens durch den Ausbau der Stromnetze gute Geschäftsmöglichkeiten.