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Das den Anteilseignern zurechenbare Periodenergebnis belief sich auf 2,7 Mio. Euro nach einem Verlust von 7,1 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie stieg von -0,50 auf 0,19 Euro. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit war in den ersten drei Quartalen des Berichtszeitraumes ausgeglichen, wobei das Nettoumlaufvermögen in Summe konstant blieb. Der Free Cashflow betrug 7 Mio. Euro nach 24 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.
Der starke Umsatzrückgang war erwartet worden. Der Wegfall zweier großer Mautbetriebsprojekte - das Ende des Mautprojektes in der südafrikanischen Provinz Gauteng sowie die Entkonsolidierung der belarussischen Gesellschaft - schlug mit 60 Mio. Euro zu Buche. Zudem konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht alle geplanten Projekte gewinnen.
"Aufgrund der derzeitigen Marktsituation im Maut-Markt liegen der Umsatz und dadurch auch das Ergebnis weit unter unseren Erwartungen. Wir rechnen damit, dass diese Marktschwäche vorerst anhalten wird und passen unsere Kosten weiter an dieses niedrigere Niveau an", so Georg Kapsch, CEO von Kapsch TrafficCom, laut Aussendung. Für das Gesamtjahr 2025/2026 erwartet Kapsch TrafficCom einen Umsatz in der Größenordnung von rund 420 Mio. Euro (bisherige Erwartung: rund 450 Mio. Euro) und ein EBIT in der Größenordnung von rund 7 Mio. Euro (bisher: 25 Mio. Euro).
Der Auftragseingang war im Berichtszeitraum trotz der schwierigen Marktsituation hingegen dem Unternehmen zufolge "relativ gut": So gewann Kapsch TrafficCom einen neuen Fünf-Jahres-Auftrag in Bulgarien für die Wartung und den Betrieb des landesweiten Maut- und E-Vignetten-Systems. Die Aufträge werden sich allerdings erst auf die Umsätze der nächsten Jahre auswirken.