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Ein starker statistischer Basiseffekt bei den Strompreisen drückte die Gesamtinflation maßgeblich nach unten. "Effekte der Strompreisentwicklung senkten die Inflation um einen ganzen Prozentpunkt", erklärte die Generaldirektorin der Statistik Austria, Manuela Lenk. Im Jänner 2025 waren die Preise nach dem Wegfall der Strompreisbremse kräftig gestiegen. Ein Jahr später führte dies in Kombination mit gesenkten Elektrizitätsabgaben zu einem Preisrückgang bei Strom von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch Treibstoffe und Heizöl wirkten zusätzlich preisdämpfend.
Der tägliche und wöchentliche Einkauf verteuerte sich unterdessen deutlich unter dem allgemeinen Schnitt. Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der den täglichen Einkauf abbildet, stieg im Jahresabstand lediglich um 0,4 Prozent. Der Miniwarenkorb für den wöchentlichen Einkauf verzeichnete ein Plus von 0,9 Prozent. Bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken insgesamt schwächte sich der Preisauftrieb auf 2,6 Prozent ab. Größter Preistreiber blieb die Gastronomie und Beherbergung mit einem durchschnittlichen Anstieg von 4,9 Prozent.
Einen leicht dämpfenden Effekt auf die ausgewiesene Inflationsrate hatte zudem die planmäßige Aktualisierung des VPI-Warenkorbs. Dieser wurde mit Jahresbeginn auf eine neue internationale Klassifikation umgestellt und an aktuelle Ausgabenstrukturen angepasst. Ohne diese Neugewichtung wäre die Teuerung im Jänner um rund 0,1 Prozentpunkte höher ausgefallen. Grundlage für die Anpassung sind neueste Daten der privaten Haushaltsausgaben, unter anderem aus der Konsumerhebung 2024/25, die Anfang März im Detail präsentiert wird.
Bei der neuen Zusammensetzung des Index zeigt sich eine teilweise deutliche Verschiebung der Gewichte der einzelnen Ausgabengruppen. Die größte Reduktion gab es bei den Ausgaben für Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen, deren Gewichtungsanteil um über 2,0 Prozentpunkte gesunken ist. Diese Gruppe rutschte damit hinter Nahrungsmittel auf den vierten Platz der am stärksten gewichteten Ausgabengruppen ab. Auch Einrichtungsgegenstände, Hausrat und Kommunikation verloren an Gewicht.
Aufgewertet wurden hingegen andere, ohnehin schon schwere Posten: Die Gruppe "Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe" legte bei der Gewichtung um knapp 0,6 Prozentpunkte zu und macht nun fast 21 Prozent des gesamten nationalen Warenkorbs aus. Ebenfalls stärker ins Gewicht fallen künftig Versicherungs- und Finanzdienstleistungen sowie der Bereich Freizeit, Sport und Kultur.
Der für europäische Vergleichszwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der im Gegensatz zum nationalen VPI auch Ausgaben von ausländischen Touristen in Österreich berücksichtigt, lag im Jänner übrigens ebenfalls bei 2,0 Prozent.