Europas Börsen schließen mit Gewinnen

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SAP-Aktien schießen nach guten Zahlen um 9 Prozent nach oben
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Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag mit Gewinnen ins Wochenende verabschiedet. Der Euro-Stoxx-50 beendete den Tag mit einem Plus von 1,14 Prozent und 6.280,94 Punkten. Der deutsche DAX stieg um 1,36 Prozent auf 25.099,00 Zähler. Der britische FTSE gewann 0,91 Prozent auf 10.736,23 Punkte.

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Rückenwind bekamen die Börsen am Freitag von einem Rückgang der Ölpreise und gut ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum. Der Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister zusammen stieg im Juli zum Vormonat um 1,9 Zähler auf 51,9 Punkte, wie der Finanzdienstleister S&P Global zu seiner Umfrage mitteilte. Das Barometer kletterte damit deutlich über die Marke von 50 Punkten, ab der es Wachstum signalisiert. Fachleute hatten nur einen Anstieg auf 50,3 Zähler erwartet.

Sorgen um KI-Investitionen und Kriegshandlungen in Nahost sind weiterhin Unsicherheitsfaktoren am Markt. Der Brent-Ölpreis kam aber etwas von seiner Kursspitze zurück und fiel wieder unter 100 US-Dollar je Barrel. Am Donnerstag war der Ölpreis erstmals seit Ende Mai über diese runde Marke geklettert und hatte damit die Inflationsängste weiter angeheizt.

Stark nach oben ging es am Freitag nach gut aufgenommenen Quartalszahlen mit SAP. Die Aktien des Softwarekonzerns waren mit einem Plus von 9,3 Prozent die mit Abstand größten Gewinner im DAX und im Euro-Stoxx-50. Der sogenannte "Current Cloud Backlog", also der kurzfristige Cloud-Vertragsbestand, übertraf die Analystenerwartungen.

Experte Charles Brennan von Jefferies sieht darin ein Indiz für eine starke Auftragsentwicklung im zweiten Quartal. Die Kennziffer widerlege die zuletzt spürbare Zurückhaltung der Investoren. "Das Cloud-Geschäft bleibt das wesentliche Zugpferd und wächst weiter rasant", kommentierte Andreas Lipkow von CMC Markets. Es seien keine Blessuren durch Künstliche Intelligenz bei den Walldorfern zu erkennen.

Schwach zeigten sich hingegen Halbleiterwerte wie ASML (minus 1,0 Prozent) oder Infineon (minus 1,7 Prozent). Auch in den USA gaben Chipwerte trotz guter Quartalszahlen von Intel nach.

Schlechte Nachrichten kamen aus dem Autosektor: Volkswagen hatte im zweiten Quartal noch etwas weniger verdient als im ohnehin schon schwachen Vorjahreszeitraum. Zudem wurde der Umsatzausblick gekappt. Die Vorzugsaktien der Wolfsburger fielen am DAX-Ende um 2,0 Prozent.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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