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Die Analyse im Rahmen des EU-Projekts STARTER beziffert die Veränderungen der totalen Exporte aller EU-Regionen auf minus 0,28 bis plus 1,65 Prozent. Bei den Gesamtimporten liegt die Spanne zwischen minus 0,22 und plus 4,53 Prozent, wobei wachstumsstarke Länder wie Zypern oder Estland die größten Gewinne verzeichnen.
Ein wesentlicher Treiber ist der Dienstleistungssektor, der das höchste Wachstumspotenzial aufweist. Hier werden bei den Importen aus Indien Zuwächse von 82 Prozent erwartet. Das Abkommen soll vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen die "Open Strategic Autonomy" der EU stärken und Lieferketten diversifizieren.
Für Österreich zeigt die Studie positive Effekte für alle Bundesländer, allerdings auf unterschiedliche Art. Wien verzeichnet die stärksten Effekte auf der Importseite. Ausschlaggebend sind hier die hohe Dichte an Unternehmenszentralen und international ausgerichteten Dienstleistungen.
Die industriell geprägten Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark profitieren hingegen überdurchschnittlich auf der Exportseite. Dies wird auf ihre enge Einbindung in internationale Wertschöpfungsketten zurückgeführt. Salzburg und Tirol weisen aufgrund ihrer Handels- und Dienstleistungsstrukturen vergleichsweise höhere Importeffekte auf, während das Burgenland, Kärnten und Vorarlberg moderat positive Auswirkungen spüren.
Das Centre of Economic Scenario Analysis and Research (CESAR) koordiniert das von der EU-Kommission kofinanzierte Projekt, das die regionalen Auswirkungen von Handelsszenarien untersucht.
++ THEMENBILD ++ Ein Führung in der Produktionshalle der voestalpine für die Stahlproduktion von Elektrobändern für Elektromotoren anl. eines Pressetermins "voestalpine und das BMW Group Werk Steyr gestalten gemeinsam die automobile Zukunft" am Mittwoch, 23. Juli 2025 in Linz.