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Erste Group schließt Polen-Zukauf ab

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Umbenennung in "Erste Bank Polksa" für das zweite Quartal geplant
 © APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER
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Die Erste Group hat den milliardenschweren Zukauf in Polen abgeschlossen. Für insgesamt 7 Mrd. Euro hat die Bank einen beherrschenden 49-Prozent-Anteil an der Santander Bank Polska und einen 50-Prozent Anteil an der Santander TFI erworben, teilte das Institut am Freitag mit. Es ist eine der größten grenzüberschreitenden Bankentransaktionen in Europa der vergangenen Jahre. Im Zuge eines Rebrandings soll die Bank noch heuer zur "Erste Bank Polska" werden.

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Mit dem Kauf wird die Erste Group Hauptaktionär der polnischen Santander und übernimmt damit - gemessen nach Vermögenswerten - die De-Facto-Kontrolle über die Bank. Die Santander Bank Polska ist nach zwei Staatsbanken die drittgrößte Bank des Landes mit einem Marktanteil von über acht Prozent. "Die Erste Group ist nicht nur Investor, sondern ein langfristiger Partner für das Wachstum Polens. Unser Engagement unterstreicht die Schlüsselrolle Polens für die wirtschaftliche Entwicklung Europas", sagte Bankchef Peter Bosek laut Aussendung.

Mit dem beherrschenden Anteil stehen der Erste Group auch Sitze im Aufsichtsrat der Santander Bank Polska zu. Die Bank will vier ihrer Vorstände für das Gremium vorschlagen: CEO Peter Bosek, Finanzchef Stefan Dörfler, Risikochefin Alexandra Habeler-Drabek sowie Maurizio Poletto, Chief Platform Officer und COO. Bosek soll zudem Vorsitzender des Aufsichtsrats werden. Entschieden werden soll darüber bei der außerordentlichen Hauptversammlung der polnischen Bank am 22. Jänner.

Weiters ist ein Rebranding geplant, über das ebenfalls bei der Hauptversammlung entschieden werden soll. Um die Zugehörigkeit zur Erste Group besser widerzuspiegeln, soll die Bank von "Santander Bank Polska" auf "Erste Bank Polska" umbenannt werden. Wenn es in der HV dafür grünes Licht gibt, soll das Rebranding im zweiten Quartal vorgenommen werden.

Von dem Zukauf verspricht sich die Bank zudem mehr Profitabilität. Für 2026 wird eine Eigenkapitalrendite (ROTE) von 19 Prozent erwartet, der Gewinn je Aktie soll um mehr als 20 Prozent steigen.

Mit der Santander Group hat die Erste zudem eine strategische Partnerschaft abgeschlossen, um Großunternehmen und institutionelle Kunden besser betreuen und mehr Leistungen anbieten zu können. Dabei stellt Santander ihr Netzwerk und globale Produktplattformen zur Verfügung, während die heimische Bank ihre Osteuropa-Expertise einbringt.

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