Asta Energy strebt an die Frankfurter Börse

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Asta recycelt Kupderschrott und stellt daraus Kupferkomponenten her
 © APA/APA/AFP/FRANCOIS LO PRESTI
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Der österreichische Kupferspezialist Asta Energy Solutions, der derzeit im 100-prozentigen Eigentum des österreichischen Industriellen Michael Tojner steht, plant im ersten Quartal den Gang an die Frankfurter Börse. Dabei sollen über eine Kapitalerhöhung rund 125 Millionen Euro erlöst werden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das gesamte Transaktionsvolumen soll bis zu 190 Millionen Euro betragen.

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Asta war früher ein Teil der Montana Aerospace, wurde aber im Herbst aus der Montana ausgegliedert. Das Unternehmen recycelt Kupferschrott und stellt daraus Kupferbauteile für die Energiewirtschaft her, etwa für Transformatoren, Generatoren und Rechenzentren. "Wir unterstützen jeden Tag die Elektrifizierung der Welt", sagte Asta-CEO Klaus Schäcke in einem Pressegespräch. Die Asta sei "erfolgskritisch, dass die Energiewende umgesetzt werden kann". Das Unternehmen ist mit insgesamt 1.400 Mitarbeitern weltweit tätig. Standorte gibt es auf dem amerikanischen Kontinent in Brasilien, in Europa in Österreich und Bosnien und Herzegowina und in Asien in China und Indien.

Als Ankerinvestor für den Börsengang haben sich bereits der Kunde Siemens Energy sowie Fonds von BNP Paribas Asset Management, Invesco und WCM zum Kauf von Aktien für insgesamt rund 55 Millionen Euro verpflichtet. Davon entfallen allein 25 Millionen Euro auf Siemens Energy. Asta gehört zur Gruppe des österreichischen Investors Michael Tojner, der auch nach dem Börsengang die Mehrheit behalten will.

Dies wäre der erste Börsengang in Frankfurt in diesem Jahr. Als Begründung, warum man ausgerechnet in Deutschland und nicht beispielsweise in Wien an die Börse geht, sagte Schäcke: "Das Interesse für Energie ist in Frankfurt". Auch der Ankerinvestor Siemens Energy sei in Frankfurt gelistet. Der Börsengang soll noch im ersten Quartal stattfinden. Weitere Details zur Bewertung sollen in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden. Im Aufsichtsrat der Asta sitzt unter anderem der Ex-SPÖ-Kanzler Christian Kern.

Mit den Erlösen will Asta jedenfalls international wachsen. Vor allem in Brasilien, wo Kupferschrott zugekauft werde, soll ausgebaut werden, aber auch für Investitionen in Europa soll ein Teil des Geldes verwendet werden. Asta sei in einem "unglaublich stark wachsenden Markt" tätig und wolle ihre technologische Vorreiterstellung auch künftig verteidigen. Zudem woll Asta ihre Verschuldung abbauen und Darlehen zurückzahlen, sagte Finanzchefin Daniela Klauser.

Nach dem Börsengang soll Tojner weiter mit über 50 Prozent Mehrheitseigentümer der Asta Energy Solutions bleiben. Aktuell hält er laut Daten im WirtschaftsCompass über die Makra GmbH sowie über die ETV Montana Tech Holding GmbH 100 Prozent der Anteile.

Wirtschaftlich geht es dem Unternehmen derzeit gut. Seit 2023 habe sich der Auftragsbestand versiebenfacht, es gebe Aufträge bis 2032, so Klauser. Beim Umsatz legte Asta von rund 480 Mio. Euro im Jahr 2022 auf etwa 643 Mio. Euro im Jahr 2024. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 680 Millionen Euro und einem operativen Ergebnis (Ebitda) zwischen 45 und 47 Mio. Euro. Langfristig wird ein Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro angepeilt.

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