Andritz 2025: Umsatz und Gewinn gesunken, Aufträge im Plus

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Andritz will heuer moderat wachsen
 © APA/APA/THEMENBILD/HANS KLAUS TECHT
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Der steirische Anlagenbauer Andritz hat im Jahr 2025 trotz voller Auftragsbücher Einbußen bei Umsatz und Gewinn verzeichnet. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sank der Umsatz um 5 Prozent auf 7,9 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis fiel um knapp 8 Prozent auf 457,1 Mio. Euro. Der Auftragseingang stieg dagegen um gut 7 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro. Die Aktionäre sollen eine von 2,60 auf 2,70 Euro je Aktie erhöhte Dividende erhalten.

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Trotz eines wirtschaftlich schwierigen Umfelds sprach Vorstandschef Joachim Schönbeck von soliden Ergebnissen. "Das letzte Jahr hat uns erneut Disziplin und klare Prioritäten abverlangt, zumal wir uns mit geopolitischen Hürden und einem zurückhaltenden Investitionsklima konfrontiert sahen", wurde der CEO in einer Aussendung zitiert. Der Konzern habe sich dennoch gut behauptet, was sich im Auftragsstand zeige, der zum Jahresende auf einen Rekordwert von 10,5 Mrd. Euro kletterte. Die vergleichbare operative Marge (EBITA) blieb bei 8,9 Prozent stabil. Der Umsatzrückgang ist laut Andritz neben dem verhaltenen Auftragseingang des Vorjahres auch auf negative Währungseffekte durch den starken Euro zurückzuführen.

Getragen wurde der hohe Auftragseingang im abgelaufenen Jahr vor allem von den Bereichen Papier (Pulp & Paper) und Wasserkraft (Hydropower), die Auftragszuwächse von 20 bzw. 16 Prozent verbuchten. Hier sorgten Großaufträge für neue Zellstoffwerke in China sowie die weltweite Nachfrage nach erneuerbaren Energien und Pumpspeichern - unter anderem in Indien und Thailand - für volle Bücher. Rückläufig war die Nachfrage hingegen in den Segmenten Metals und Environment & Energy. Insgesamt tätigte das Unternehmen im Vorjahr sechs größere Akquisitionen, um das eigene Produkt- und Serviceportfolio weiter auszubauen.

Für das laufende Jahr 2026 gibt sich der Technologiekonzern optimistisch. Das Management erwartet eine Projektaktivität auf dem aktuellen Niveau und prognostiziert eine Rückkehr zum moderaten Umsatzwachstum auf 8,0 bis 8,3 Mrd. Euro. Die vergleichbare operative Marge (ohne Sondereffekte) soll sich zwischen 8,7 und 9,1 Prozent bewegen.

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