Agrana-Konzerngewinn um ein Drittel niedriger

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Niedrigere Zuckerpreise belasten weiterhin das Ergebnis
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Niedrigere Zuckerpreise sowie die Schließung von zwei Zuckerfabriken belasten weiterhin das Ergebnis der börsennotierten Agrana. Der Konzerngewinn sank in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 (bis Ende November 2025) um rund ein Drittel auf 9,6 Mio. Euro, der Umsatz ging um 7,9 Prozent auf 2,49 Mrd. Euro zurück. Der Konzern bestätigte die Jahresprognose: Es soll "einen moderaten Umsatzrückgang" und "einen deutlichen EBIT-Anstieg" geben.

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"Wir erwarten einen deutlichen Anstieg auf einen Wert zwischen rund 45 bis 60 Mio. Euro", erklärte Agrana-Chef Stephan Büttner im Hinblick auf das Betriebsergebnis (EBIT). Der Geschäftsbereich Food & Beverage Solutions (FBS) habe in den ersten drei Quartalen "maßgeblich zur Stabilität des Gruppen-EBIT" beigetragen. Im Rahmen der neuen Konzernstrategie hat die Agrana den gewinnbringenden Frucht-Geschäftsbereich umbenannt. Das Segment FBS umfasst Produkte sowie Rezepturen für Molkereien und die Food Service-, Eiscreme-, Backwaren- sowie Getränkeindustrie.

Die Zuckerproduktion wirft derzeit keine Gewinne für die Agrana ab. "Trotz weiterhin unbefriedigender operativer Ergebnisse im Zuckergeschäft zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum", so Konzernchef Büttner in einer Aussendung. Die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen im Zuckersegment würden aber "Wirkung zeigen". Die Agrana-Zuckerproduktion an den Standorten Leopoldsdorf im Marchfeld sowie Hrušovany in Tschechien wurde im März 2025 mit sofortiger Wirkung eingestellt. Wie bereits berichtet, will der Nahrungsmittel- und Industriegüterkonzern konzernweit bis 2027/28 jährliche Einsparungen von bis zu 100 Mio. Euro erreichen, vor allem durch Effizienzsteigerungen und Personalkosten-Reduktion.

Die Agrana ist bei Endkunden in Österreich vor allem mit ihrer Marke "Wiener Zucker" bekannt. Der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern beschäftigte per Ende November 2025 rund 8.650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein Rückgang von rund 350 Mitarbeitern (-4 Prozent) zur Vorjahresperiode.

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