Addiko Bank: Dividendenblockade weiter aufrecht

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Dividendenausschüttung bleibt weiter ausgesetzt
 © APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER
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Die auf Zentral- und Südosteuropa spezialisierte Addiko Bank wird auch keine Dividende für das Jahr 2025 an seine Aktionäre ausschütten. Die Europäische Zentralbank (EZB) sowie lokale Aufseher hätten weiter Bedenken hinsichtlich der Eigentümerstruktur der Bank, sagte Vorstandschef Herbert Juranek der APA am Donnerstag nach Vorlage seiner Jahreszahlen. Mit Blick auf das Geschäft in Serbien und Kroatien hofft man bei dem Geldinstitut auf regulatorische Erleichterungen.

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Bereits im Vorjahr hatte sich die EZB gegen die Ausschüttung einer Dividende ausgesprochen. Grund war eine aus Sicht der EZB-Aufseher unübersichtliche Eigentümerstruktur. Auch jetzt sehe man, "dass sich für die Aufseher die Situation noch nicht gelöst hat", so Juranek. Probleme hätten die Regulatoren vor allem mit einem Aktionär. Gemeint sein dürfte die serbische Alta Pay. Sie hält 9,63 Prozent der Addiko-Aktien, inklusive Aktienkaufoptionen könnte sie auf fast 30 Prozent kommen.

Die ebenfalls serbische Diplomat Pay D.O.O, die als mit der Alta Pay verbunden gilt, hielt in der Vergangenheit einen zusätzlichen Anteil von 9,99 Prozent, den sie aber wohl auch auf Druck der EZB an den Chef der Wiener Investmentgesellschaft C-Quadrat, Gerd Alexander Schütz, veräußerte. Die EZB hob daraufhin eine zuvor auferlegte Stimmrechtsblockade für die betroffenen Aktien (auch jene von Alta Pay direkt gehaltenen) wieder auf. Auch am Donnerstag betont Juranek, dass man mit den Aufsehern im Austausch stehe und deren Empfehlungen nachkommen wolle.

Zufrieden zeigte sich der Bankchef mit dem "anspruchsvollen" Geschäftsjahr 2025, das man "mit einem aus unserer Sicht guten Ergebnis" abgeschlossen habe. Man habe mit einem uneinheitlichen Markt zu kämpfen gehabt und zusätzlich mit regulatorischen Herausforderungen in den vier Kernmärkten. Dies sind Kroatien, Serbien, die zu Bosnien gehörende Republika Srpska und Montenegro.

In Serbien habe der Regulator im Herbst 2025 einen Deckel für Kreditzinsen eingeführt. Die Regelung sei vorerst ein Jahr gültig. "Wir gehen davon aus, dass es nicht verlängert wird", so Juranek. In Kroatien sei eine EU-Regelung, wonach Sozialbedürftige mit einem Gratiskonto ausgestattet werden sollen, "sehr breit interpretiert" worden. Dadurch würden die Einnahmen von Banken, die stark auf Konsumenten ausgerichtet sind, reduziert. Auch hier hofft man auf eine Aufhebung.

Die Addiko Bank hat 2025 einen Nettogewinn von 44 Millionen Euro erzielt und lag damit knapp unter dem Vorjahresgewinn (45,4 Mio. Euro). Ein gestiegenes Provisionsergebnis glich dabei einen Rückgang beim Zinsergebnis aus. Das Nettozinsergebnis ging von 2024 auf 2025 um 1,8 Prozent auf knapp 238 Mio. Euro zurück. Dank einem gestiegenen Provisionsergebnis (+7,6 Prozent auf 78,5 Mio. Euro) kam ein im Jahresvergleich weitergehend unverändertes Nettobankergebnis in Höhe von 316,9 Mio. Euro raus.

Das Neugeschäft mit Konsumenten-Krediten ist um 20 Prozent gestiegen, bei den Krediten für Kleine- und Mittlere Unternehmen (SME-Segment) gab es ein Plus von 11 Prozent. Die Kernkapitalquote (CET1-Quote) betrug 22,4 Prozent nach 22 Prozent im Vorjahr. Sehr gut sei das Geschäft in Kroatien, wo die Addiko-Gruppe ihre größte Bank hat, gelaufen. In Serbien, wo das SME-Geschäft bisher schwierig war, sei ein "Turnaround" gelungen. Gut gelaufen sei das Jahr in der Republika Srpska. In der zweiten bosnischen Bank in Sarajewo sowie in Slowenien sei der Markt schwieriger gewesen.

Auf das laufende Jahr 2026 blickt die Bank eher positiv, was sie vor allem auf ein starkes erwartetes Wirtschaftswachstum in ihren Kernregionen zurückführt. Ab April wird das börsennotierte Geldhaus unterdessen vom "Prime Market" in den "Standard Market" der Wiener Börse wechseln. Die Addiko ist aus der Südosteuropa-Bankengruppe der einstigen Kärntner Skandalbank Hypo Alpe Adria hervorgegangen.

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