Nachhaltigkeit: Mit Investments Teil der Lösung sein

Ob mit großen oder kleinen Beträgen - man kann für das Gute in der Welt spenden oder in das Gute investieren und damit auch noch Rendite erzielen. Die Finanzwelt bietet dafür immer mehr Angebote.

Vertikaler Wald: Die Mailänder "Baumhäuser"

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Wer vorausschauend und gewinnbringend investieren und sein Geld dabei für eine nachhaltige Zukunft arbeiten lassen will, ist gut beraten, sich mit dem Klimawandel in seinen Investitionsentscheidungen auseinanderzusetzen. Ein Problemfeld dabei ist das teilweise intransparente Angebot – die Definitionen von Nachhaltigkeit klaffen mitunter noch weit auseinander. Dies könnte der Grund dafür sein, warum zwar immer mehr Investoren den Wunsch hegen, in nachhaltige Finanzprodukte anzulegen, es aber nur etwa die Hälfte konkret tun.

Wer es nachhaltig und simpel haben will, kann in börsengehandelte Indexfonds, sogenannte Exchange Traded Funds investieren. Diese ETFs bilden meist passiv einen Börsenindex nach und gelten daher als kostengünstig und transparent. Ein Fonds, der den bereits seit 2008 von der Börse Euronext berechneten Low Carbon 100 Europe® Index abbildet, ist der Amundi MSCI Global Climate Change UCITS ETF.
Der Strategieindex basiert auf dem MSCI World. Unter Ausschluss der darin enthaltenen Werte des kohlenstoffintensiveren Universums und der größten Inhaber von Reserven bezogen auf den Umsatz.

Laufend neue Produkte

Wer selber mehr Einfluss nehmen möchte, für den sind aktiv gemanagte Fonds gedacht. „Die Begrenzung der globalen Erwärmung verlangt nach kollektiven Anstrengungen. Bei der Erreichung der Pariser Klimaziele kommt der Privatwirtschaft eine entscheidende Rolle zu”, heißt es bei Amundi Austria. Als Investor könne man Einfluss auf die Unternehmen ausüben, ihre Klimabilanz und dadurch letztlich auch ihre finanzielle Performance zu verbessern. Amundi hat vor kurzem mit der unabhängigen Non-Profit-Organisation CDP den global investierenden Aktienfonds Amundi CPR Climate Action in Österreich lanciert. Bei dem mit dem Umweltzeichen zertifizierten Fonds wird branchenübergreifend in Unternehmen mit dem besten Klima-Management investiert.

Dem Thema Klimaschutz wird in nachhaltigen ESG-Umweltfonds stark Rechnung getragen. In Bereiche wie Atomenergie oder kontroverses Umweltverhalten wird dabei aufgrund strenger Ausschlusskriterien von vornherein nicht investiert. In den global gestreuten Aktienportfolios wird auf die Zukunftsthemen Erneuerbare Energien (Solarenergie, Erdwärme, Windkraft und Bioenergie), Energieeffizienz, Wasser und Nachhaltiger Transport gesetzt. Im Investmentprozess kommen werden neben dem Klimaschutz viele andere Kriterien beachtet. Darunter auch Ausschlussregeln, besonders relevant sind dabei unter anderem die Einhaltung von Arbeitsstandards oder der Verzicht auf Kinderarbeit oder Tierversuche.

Investoren als aktive Aktionäre

Wesentlich ist auch das begleitende Engagement, also verantwortungsvolles, aktives Aktionärstum, sprich die aktive Wegbegleitung von Unternehmen zur Verbesserung ihrer ESG-Kriterien, also die Berücksichtigung von Environment, Social, Governance/Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.Die Fondsmanager begleiten Unternehmen auf ihrem Weg zu einer verantwortungsvolleren Unternehmensführung, indem sie regelmäßig Unternehmensgespräche führen und auf Hauptversammlungen nicht nur abstimmen, sondern aktive Redebeiträge halten.

Auch an der Wiener Börse notieren Gesellschaften, die die strengen ESG-Kriterien der Fondsmanager erfüllen. 100 Prozent grüne Stromaktien gibt es zwar nicht, aber im Europa-Vergleich kommt der Verbund gut weg: Die Stromerzeugung basiert im wesentlichen auf Wasserkraft und zu einem kleinen Teil auf Windstrom und ist nach eigenen Angaben in Summe zu 95 Prozent CO2-frei. Grüne österreichische Stromaktien gibt es zudem außerbörslich, etwa vom Windstrom-Erzeuger oekostrom AG, von der Windkraft Simonsfeld AG und der WEB Windenergie AG.

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