Mit Investments die Welt verbessern

Wie Anleger mit ihren Investments einen Beitrag leisten können, um die Welt ökologisch und gesellschaftlich zum Besseren zu beeinflussen. Jean-Jacques Barberis, Head of Institutional and Corporate Clients & ESG bei Amundi im Gespräch.

Mit Investments die Welt verbessern

Ist es möglich, mit einem Investment einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels und anderer drängender sozialer und gesellschaftlicher Probleme leisten und gleichzeitig eine ähnliche oder sogar eine höhere Rendite erwirtschaften als mit einer herkömmlichen Anlagestrategien?

Dass die Antwort darauf ein klares "Ja", ist, bewegt immer mehr Anleger dazu, genau darauf zu schauen, wo und wie ihr Geld investiert wird. Mitunter lässt sich allerdings nicht so einfach feststellen, ob Unternehmen auch umfassend als "nachhaltig" bewertet werden können, also ob sie sowohl die ökologischen als auch die sozial- und gesellschaftlichen und unternehmerischen ESG-Kriterien erfüllen. Dazu Jean-Jacques Barberis, Head of Institutional and Corporate Clients & ESG bei Amundi im Gespräch.


Jean-Jacques Barberis, Head of Institutional and Corporate Clients & ESG bei Amundi

Jean-Jacques Barberis, Head of Institutional and Corporate Clients & ESG bei Amundi

trend: Geld anlegen, es damit vermehren und obendrein auch die Welt ein Stück weit zu verbessern - das klingt gut. Aber kann ein einzelner Anleger wirklich etwas bewegen?
Jean-Jacques Barberis: Zuallerst müssen nationale Regierungen die Führung übernehmen. Aber wenn das einmal verstanden ist, ja, dann können wir alle einen spürbaren Unterschied machen – auch als Anleger.

Wie können Anleger ESG-bewusster investieren?
Wenn Anlegern ein Thema wie der Klimawandel am Herzen liegt dann können sie zum Beispiel die Finanzierung von Lösungen für dieses Problem unterstützen und in entsprechende Finanzinstrumente wie Green Bonds investieren. Dabei handelt es sich um Schuldtitel von Unternehmen oder Regierungen, die mit den Erlösen der jeweiligen Anleihe Projekte zur Energiewende finanzieren. Oder sie investieren in einen zertifizierten Fonds, der seinerseits wiederum in Unternehmen mit weniger CO2-Emissionen investiert.


Durch die Pandemie ist das „S“ in ESG, das für soziale Themen steht, wieder stärker in den Vordergrund gerückt.

Wie kommen solche Fonds zustande?
Amundi entwickelt zum Beispiel mit dem CDP (Carbon Disclosure Project) eine Methodik zur Klimabewertung von Unternehmen. So können wir klar erkennen, wie viel die Unternehmen in unseren Portfolios zur Erderwärmung beitragen. Diese Analyse ist sehr nützlich bei der Strukturierung eines Portfolios.

ESG steht aber für mehr als nur "ökologische Verantwortung".
ESG hat viele Komponenten, im Mittelpunkt stehen für uns jedoch der Klimawandel und soziale Ungleichheit, die eng miteinander verknüpft sind. Wir glauben, dass der Übergang zu einer CO2-effizienteren Welt unsere Gesellschaft tiefgreifend verändern wird. Dabei müssen auch darüber nachdenken, wie der Wandel soziale Unruhen auslösen und Ungleichheiten verstärken könnte, die die Welt schon jetzt vor große Probleme stellen. Durch die Pandemie ist das „S“ in ESG, das für soziale Themen steht, wieder stärker in den Vordergrund gerückt.

Was können Anleger dazu beitragen?
Fonds mit sozialer Wirkung, die einen positiven gesellschaftlichen Beitrag leisten und gleichzeitig attraktive Renditen erwirtschaften sollen, sind ein guter Anfang. Unsere Social-Impact-Strategie beruht auf fünf Säulen: Arbeit und Einkommen, Gesundheit und Bildung, Vielfalt, Besteuerung sowie Menschenrechte bzw. Sicherung einer Grundversorgung. Wir investieren in Unternehmen, die konkrete Lösungen für diese Bereiche entwickeln.

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