Wann die Versicherung bei Einbrüchen Schadenersatz verweigert

Wann die Versicherung bei Einbrüchen Schadenersatz verweigert

So mancher Einbruch könnte leicht verhindert werden. Die D.A.S. Rechtsschutz AG erklärt welche Regeln man befolgen sollte und wann im Schadensfall die Haushaltsversicherung die Zahlung verweigern kann.

Mit der dunklen Jahreszeit steigt auch die Zahl der Einbrüche. Alleine im vergangenen Jahr weist die Kriminalstatistik „Sicherheit 2016“ des Bundeskriminalamts knapp 13.000 Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser aus. Dazu kommt eine Aufklärungsrate von gerade einmal zehn Prozent. „Viele machen es den Einbrechern durch unvorsichtiges Verhalten besonders leicht“, weiß Ingo Kaufmann, Vorstand der D.A.S. Rechtsschutz AG.

Vorsicht bei gekippten Fenstern und Statusmeldungen auf Facebook

So stellen gekippte Fenster, unverschlossene Türen, freistehende Leitern und frei herumliegendes Werkzeug ideale Bedingungen für Einbrecher dar, um rasch in Wohnräume zu gelangen. Immer öfter nutzen Einbrecher auch Informationen, die Personen via Facebook, Instagram und anderen sozialen Netzwerken preisgeben und spionieren so ihre potentiellen Opfer aus. „Viele Einbrüche in Häuser und Wohnungen erfolgen aufgrund von Statusmeldungen auf Facebook wie ‚Bin dann mal weg‘ und ‚Sonnige Grüße aus Mallorca‘ oder aufgrund von geposteten Ski-Urlaubsfotos“, erklärt Kaufmann.

So schützen Sie sich vor Einbrüchen

Wer auf Social-Media-Plattformen Informationen posten möchte, die für Einbrecher von Interesse sein könnten, sollte daher die eigenen „Privatsphäre-Einstellungen“ so wählen, dass die Information für die Öffentlichkeit und unbekannte Dritte gesperrt ist. „Teilen Sie Ihre privaten Nachrichten und Fotos nur mit guten Freunden und Leuten, denen Sie vertrauen. Nehmen Sie am besten auch nur Freundschaftsanfragen von Personen an, die Sie kennen. Auch der Import von Kontakten aus dem Adressbuch des Handys oder des E-Mail-Postfachs kann dazu führen, dass die Informationen an die Falschen gelangen“, weiß der D.A.S. Vorstand.

Angaben über die Dauer des Urlaubs sollten genauso vermieden werden, wie das Posten von Fotos und Videos, auf denen ersichtlich ist, dass man gerade nicht zu Hause ist. Vorsichtig sollte man auch mit der Veröffentlichung von Aufnahmen sein, die zu viel von den eigenen vier Wänden preisgeben. So bieten Fotos von Wohnräumen Einbrechern nützliche Hinweise, um beurteilen zu können, ob sich ein Einbruch lohnt. Fotos können auch wertvolle Rückschlüsse liefern, ob man etwa über Fenster oder Balkontüren leicht einsteigen kann. „Wichtig ist, dass man auch Familienmitglieder und Freunde für mehr Sicherheit im Internet sensibilisiert“, so Kaufmann.

Wann die Versicherung die Zahlung verweigern kann

Wer jedoch solche Ratschläge leichtfertig in den Wind schlägt, läuft nicht nur Gefahr, Opfer eines Einbruchs zu werden, sondern auch bei einem Schaden von der Versicherung kein Geld zu bekommen. Kaufmann: „Liegt eine sogenannte Obliegenheitsverletzung vor, weigert sich die Haushaltsversicherung regelmäßig die Kosten zu übernehmen.“ Das kann der Fall sein, wenn ein Fenster gekippt oder die Eingangstüre unversperrt war. Ein unvorsichtiges Posting auf Facebook wird von den Versicherern aber nach Erfahrung der D.A.S. Experten nicht als Obliegenheitsverletzung gewertet.

Zudem rät D.A.S. Jurist Kaufmann dazu, die eigene Versicherungspolizze zu überprüfen und zu kontrollieren, ob Einbrüche überhaupt mitversichert sind. Außerdem sollte regelmäßig darauf geachtet werden, ob die Deckungssumme nicht zu niedrig ist. „Auch das Anlegen eines Vermögensverzeichnisses, das Aufbewahren von Rechnungen und Fotografieren von Schmuck, hilft nach einem Einbruch bei der Abwicklung mit der Versicherung.“


Andere aktuelle Informationen rund um Ihr Recht finden Sie auf der Homepage der D.A.S. Rechtsschutz AG

Über die D.A.S. Rechtsschutz AG:
Seit 1956 ist die D.A.S. Rechtsschutz AG mit Spezialisierung auf Rechtsschutzlösungen für Privatpersonen und Unternehmen in Österreich tätig. Heuer feiert sie ihr 60-jähriges Jubiläum. Als unabhängiger Rechtsdienstleister bietet sie umfassenden Versicherungsschutz, fachliche Betreuung durch hochqualifizierte juristische Mitarbeiter und ein breites Dienstleistungsangebot inklusive D.A.S. Direkthilfe® und telefonischer D.A.S. Rechtsberatung an. Der Firmensitz des Unternehmens befindet sich in Wien. Die rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Kunden in ganz Österreich in regionalen D.A.S. Niederlassungen mit juristischer Kompetenz zur Verfügung. Die D.A.S. Rechtsschutz AG agiert als Muttergesellschaft der D.A.S. Slowakei (seit 2013) sowie der D.A.S. Tschechien (seit 2014). In den vergangenen Jahren hat die D.A.S. Österreich ihre solide Marktposition als führender Rechtsschutzspezialist gefestigt. 2015 erwirtschaftete sie im inländischen Direktgeschäft ein Prämienbestandsvolumen in der Höhe von 66,7 Millionen Euro.

Die D.A.S. ist Europas Rechtsschutz-Marke Nummer 1. Seit 1928 steht sie für Kompetenz und Leistungsstärke im Rechtsschutz. Heute agieren D.A.S. Gesellschaften in beinahe 20 Ländern weltweit. Sie sind die Spezialisten für Rechtsschutz der ERGO Versicherungsgruppe, einer der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa.

Haftungsauschluss:
Die Antworten auf die Fragen haben lediglich Informationscharakter. Sie wurden von den Rechtsexperten der D.A.S. gründlich recherchiert. Trotzdem übernehmen trend online und die D.A.S. Rechtsschutz AG keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen.

Rechtstipps

Tod und Erbe: So läuft ein Verlassenschaftsverfahren ab

Steuern

Privatstiftungen: Die neuen Pläne der Regierung

Rechtsanwälte & Steuerberater

Investieren und Vorschriften zur Kapitalerhaltung