Magna 2025 mit Gewinneinbruch

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Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna hat 2025 deutlich weniger verdient. Auch das Werk in Graz verzeichnete Umsatzrückgänge – operativ lief es dort dennoch besser als im Vorjahr.

Der kanadische Autozulieferer Magna, der auch in Graz mit einem großen Werk vertreten ist und vom Steirer Frank Stronach gegründet wurde, hat 2025 weniger Umsatz und auch weniger Gewinn eingefahren, wie der Konzern am Freitag unter Verweis auf noch ungeprüfte Ergebnisse bekanntgab. Die Verkaufserlöse sanken demnach gegenüber dem Jahr davor um 826 Mio. auf 42 Mrd. Dollar (rund 35,4 Mrd. Euro). Der Nettogewinn bremste sich von 1,1 Mrd. auf 883 Mio. Dollar ein.

Der Gewinn je Aktie (EPS) verringerte sich damit von 3,52 auf 2,94 Dollar. Leicht verbessert hat sich den Angaben zufolge das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das sich von gut 2,3 Mrd. auf knapp 2,4 Mrd. Dollar erhöhte.

Geringere Fahrzeugproduktion

Auf die Verkaufserlöse gedrückt hätten etwa die geringere Fahrzeugproduktion in Nordamerika und Europa bei einigen laufenden Programmen sowie das Auslaufen der Produktion wie des Chevrolet Malibu, des Ford Edge und des Ford Escape. Die Volumina bei der Montage kompletter Fahrzeuge, wie sie in Graz bei Magna Steyr statt findet, hätten sich insgesamt verringert - vor allem wegen der eingestellten Produktion des Jaguar I-Pace und E-Pace, die zum Teil durch das Anlaufen der Mercedes-Benz G-Klasse ab dem vierten Quartal 2024 abgefedert worden sei. Weiters habe man den Kunden auch Preisnachlässe gewähren müssen.

Den leichten Anstieg des operativen Gewinns erklärte der Konzern vor allem mit einer Verbesserung von Produktivität und Effizienz nach Umstrukturierungsmaßnahmen. Unter anderem sei weniger in Forschung und Entwicklung investiert worden.

Weniger Umsatz auch in Graz

Im Magna-Werk in Graz, wo der Konzern im Auftrag internationaler Autohersteller Fahrzeuge montiert, verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr der Umsatz - von knapp 5,2 Mrd. Dollar (2024) auf gut 4,8 Mrd. Dollar. Doch auch hier lief es im Gesamtjahr 2025 im Vergleich zum Jahr davor operativ besser: Das EBIT stieg von 130 auf 151 Mio. Dollar.

Allerdings zeigte die Entwicklung in Graz im vierten Quartal 2025 nach unten - die Verkaufserlöse sanken im Jahresabstand von 1,4 auf etwas unter 1,3 Mrd. Dollar und das bereinigte EBIT schwächte sich von 56 auf 50 Mio. Euro ab.

Im vierten Quartal blieb unterm Strich kaum was übrig

Im Gesamtkonzern schrumpfte der Nettogewinn im vierten Quartal 2025 gegenüber der Vorjahresperiode den vorgelegten Zahlen zufolge von 234 auf 3 Mio. Dollar, während sich die Umsätze von 10,6 auf fast 10,9 Mrd. Dollar etwas erholten. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) hatte sich im Schlussquartal von 689 auf 814 Mio. Dollar verbessert.

Für 2026 rechnet Magna mit einem Gesamtumsatz zwischen 41,9 bis 43,5 Mrd. Dollar. In Graz wird ein weiterer Rückgang der Verkaufserlöse auf 4,4 bis 4,7 Mrd. Dollar erwartet.

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